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Lesung Joachim Wittstock und Hermann Fabini am Montag, 11.3.19, um 17 Uhr im Büchercafe ERASMUS

11. März 2019


Hermann Fabini und Joachim Wittstock

Das Erasmus-Büchercafé lädt zur Vorstellung von Neuerscheinungen des Monumenta Verlags und des hora Verlags ein. Architekt Hermann Fabini, bekannt durch seine Veröffentlichungen über kirchliche Bauwerke in Siebenbürgen, besorgte die Neuauflage einer von Herman Roth herausgegebenen Schrift, „Charles Boner und die Siebenbürger Sachsen“. Die kulturgeschichtlich aufschlussreiche Schilderung Boners, eines englischen Reisenden des 19. Jahrhunderts, wurde mit Begleittexten und Bildmaterial angereichert, um den Bezug der Darstellung zu unserer Gegenwart zu verdeutlichen.
Auf der von Beatrice Ungar moderierten Veranstaltung kommt auch der Autor Joachim Wittstock zu Wort. Von ihm legte der hora Verlag kürzlich zwei Bücher auf. Zunächst den Zyklus von Erzählungen, der unter dem Titel „Ascheregen“ vor langer Zeit bereits erschienen war und an Kriegsschicksale erinnert. Und weiterhin die Erzählung „Forstbetrieb Feltrinelli“, deren Geschehen sich in den Wäldern und Ortschaften südwestlich von Hermannstadt abspielt.

1) Charles Boner und die Siebenbürger Sachsen
Nachdruck des Heftes Nr. 6 der Reihe "Sächsische Selbstbesinnung", herausgegeben von Herman Roth 1945-1948
Hermannstadt, ABF MonuMenta

Auszüge aus dem berühmten Reisebereicht von Charles Boner: "Siebenbürgen, Land und Leute" mit einer Einführung von Hermann Fabini und einem Vorwort von Theobald Streitfeld.

2) Forstbetrieb Feltrinelli von Joachim Wittstock
Erzählung. Hermannstadt, Hora

Docufiction über den ehemaligen Talmescher Forstbetrieb „Feltrinelli“, ehemals der größte Forstbetrieb Großrumäniens, geschrieben in der bewährten Wittstockschen leiseindringlichen Weise

3) Ascheregen von Joachim Wittstock
Erzählungen, Hermannstadt, Hora

Die folgenden Schilderungen wurden anhand dokumentarischer Quellen entworfen. Bei den oft beträchtlichen Lücken der Überlieferung ist manches nach Wolhmeinen des Verfassers ergänzt worden. Die Namen der handelnden Personen wurden zumeist beibehalten, obwohl dies bei unzureichender Kenntnis vieler Umstände und Vorgänge und bei bewußtem Übergehen anderer, also bei in letzter Hinsicht freiem Umgang mit den Fakten, zumindest in den Augen jener, die über die einzelnen Schicksale zutreffender orientiert sind, wohl vermessen wirkt.

Zu den Vortragenden:

Hermann Fabini (* 8. Oktober 1938 in Kronstadt) ist Architekt und lebt in Hermannstadt. Fabini verbrachte seine Kindheit in Bușteni und besuchte Schulen dort und an verschiedenen Orten in Siebenbürgen. Nach Erlangung der Hochschulreife 1955 studierte er bis 1962 Architektur in Bukarest. Von 1962 bis 1968 arbeitete Fabini als Architekt und Stadtarchitekt in Mediasch, anschließend war er bis 1971 Leiter der Bauabteilung der Evangelischen Kirche A.B.. Danach arbeitete er für die rumänische Denkmalbehörde in Bukarest und bei einem städtischen Betrieb in Hermannstadt. Zwischen 1987 und 1990 war er Kulturreferent des Landeskonsistoriums der Evangelischen Kirche A.B. Seit 1990 führt Fabini sein eigenes Architekturbüro in Hermannstadt.

Seit 1965 ist Fabini maßgeblich an der Restaurierung und Sanierung historischer Bauten in Siebenbürgen beteiligt. So wirkte er an der Restaurierung zahlreicher Kirchenburgen und bei der Instandhaltung der Hermannstädter Altstadt mit. Hervorzuheben ist die Sanierung der Kirchenburg Birthälm, die seit 1993 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für die Restaurierung wurde Fabini mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnet. Zu den von ihm koordinierten Restaurierungsprojekten gehören ferner die Schwarze Kirche in Kronstadt, die Stadtpfarrkirche in Hermannstadt, die Margarethenkirche in Mediasch sowie das Luxemburghaus und die Fassade des Brukenthal-Palais` in Hermannstadt.

1978 promovierte Fabini zum gotischen Wohnbau in Siebenbürgen. Die Dissertation wurde 1983 in Bukarest und 1989 auch im westlichen deutschen Sprachraum veröffentlicht.

Fabini ist seit 1991 Mitglied des wissenschaftlichen Rates der europäischen Denkmalpflegeorganisation Europa Nostra.

Joachim Wittstock (* 28. August 1939 in Sibiu, Königreich Rumänien) ist ein rumänischer Schriftsteller, Literaturhistoriker und Übersetzer rumänischer Literatur. Er entstammt der Volksgruppe der Siebenbürger Sachsen.

Wittstock besuchte die Grund- und Oberschule in Brașov, wo er 1956 sein Abitur ablegte. Anschließend studierte er bis 1961 Germanistik und Rumänistik an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj. Er arbeitete als Lehrer und Bibliothekar in Cisnădie und in seinem Geburtsort. In den Jahren von 1971 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungszentrums für Gesellschaftswissenschaften in Sibiu (nach der Rumänischen Revolution 1989 umbenannt in Institut für Gesellschaftlich-Humanistische Forschungen). In dieser Außenstelle der Rumänischen Akademie (Bukarest) war er im Bereich Literaturgeschichte tätig.

Er verfasste Studien über das deutschsprachige Schrifttum Siebenbürgens, des Banats und der Bukowina, war Koredakteur und Koautor von kollektiv erarbeiteten Darstellungen der Geschichte Rumäniendeutscher Literatur und betreute (meist als Korrektor, als Redaktionssekretär und zeitweilig auch als verantwortlicher Redakteur) die deutschsprachige Zeitschrift (das Jahrbuch) des Akademieverlags „Forschungen zur Volks- und Landeskunde“. Er gab vier Bände einer Werkausgabe des Prosaschaffens seines Vaters Erwin Wittstock heraus (Kriterion Verlag, Bukarest 1979–1991) und veröffentlichte die monografische Studie „Erwin Wittstock. Das erzählerische Werk“ (Dacia Verlag, Cluj-Napoca 1974).

Der Autor ist seit 1979 Mitglied des Rumänischen Schriftstellerverbandes, Filiale Sibiu. Er gehört seit 1991 der Deutschen Schillergesellschaft (Marbach am Neckar) sowie seit 1992 der Künstlergilde Esslingen an.

Wittstock lebt in Sibiu.

(Wikipedia)

Die Begegnung findet Montag, den 11. März, 17 Uhr, im Teutsch-Haus statt (Erasmus-Büchercafé, Fleischergasse / Strada Mitropoliei 30).

Der Eintritt ist frei!