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Draußen singt Dorika

Draußen singt Dorika von Claus Stephani
Lyrische Marginalien

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Kategorie: Bücher
Seiten / Format: 104 S.
Erscheinungsjahr: 1985
Sprache: Deutsch
Zustand: gebraucht; gut
ISBN: 374248

Weil Claus Stephani nach Beendigung der Grundschule (1952) wegen „ungesunder sozialer Herkunft" (rum. „origine sociala nesanatoasa", wie es im kommunistischen Kaderjargon hieß) am Tagesgymnasium nicht angenommen wurde (wie damals auch andere Angehörige der ehemaligen Kronstädter Bourgeoisie), musste er 1952–1958 das Abendgymnasium besuchen. Grund dieser sozialen Diskriminierung: Sein Großvater mütterlicherseits (in Czernowitz) war österreichischer Offizier und sein Großvater väterlicherseits in Hermannstadt, Karl Johann Stephani, sei Großgrundbesitzer gewesen. Diese Stigmatisierung und Ausgrenzung betraf damals alle Angehörigen der ehemaligen rumäniendeutschen Bourgeoisie und des Stadtadels. Bedingung war nach den damaligen Bestimmungen die Vorweisung einer Arbeitsstelle. Folglich wurde er gezwungen, schon mit 15 Jahren als Elektriker, Maurer und Maschinensetzer zu arbeiten.

Zwischen 1960 und 1965 studierte Stephani Germanistik und Rumänistik an der Universität C. I. Parhon, Bukarest. Wegen Verweigerung zur Mitarbeit beim rumänischen Geheimdienst Securitate wurde er 1962 von der Universität exmatrikuliert und schloss danach sein Studium am Pädagogischen Institut ab. Er arbeitete kurzfristig als Deutschlehrer und Kustos im Kunstmuseum Simu in Bukarest. Zwischen 1967 und 1983 war er zunächst als Redakteur und von 1985 bis 1990 als stellvertretender Chefredakteur der deutschsprachigen Zeitschrift Neue Literatur (herausgegeben vom Rumänischen Schriftstellerverband) tätig. Als Redakteur konnte er 1978–1983 im Fernkurs an der Bukarester Journalistikfakultät der Academia „?tefan Gheorghiu" studieren.

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