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Blätter und Blüten

Blätter und Blüten von Viktor Orendi-Hommenau
Gedichte

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Kategorie: Bücher
Seiten / Format: 101 S.; Broschiert
Erscheinungsjahr: 1902
Verlag: Orendi-Hommenau, Im Selbstverlag des Verfassers
Sprache: Deutsch
Zustand: Sammlerstück; mittelmäßig
ISBN: 375847

Sein Vater Wilhelm Orendi war Pianist und seine Mutter war Jeanette Farkas, Edle von Hommenau. Er wuchs ab 1876 in Neumarkt am Mieresch bei seinem Onkel auf. Orendi-Hommenau war Lehrer. Von 1894 bis 1895 brachte er in Neumarkt die Zeitung „Das kleine Universum" heraus. Von 1895 bis 1896 redigierte er das „Szász-Reener-Wochenblatt". Als freier Journalist arbeitete er auch für das „Weißkirchner Volksblatt".[1]

Auf Wunsch von Edmund Steinacker und Ludwig Kremling wechselte er 1901 nach Temeswar, wo er das „Deutsche Tagblatt für Ungarn" herausbrachte. Das Blatt wurde im März 1903 eingestellt. Von 1903 bis 1907 gab er das politische Wochenblatt „Deutsch-Ungarischer Volksfreund" heraus. Viktor Orendi-Hommenau war Mitbegründer der im Dezember 1906 gegründeten Ungarländischen Deutschen Volkspartei. 1906 war er Abgeordneten-Kandidat im Lowriner Wahlbezirk und 1910 im Lippaer. Von 1909 bis 1937 gab er mit einigen Unterbrechungen die Zeitschrift „Von der Heide. Illustrierte Monatsschrift für Kultur und Leben" in Temeswar und in Bukarest heraus.[1]

1912 wurde er vom Deutschen Schulverein nach Deutschland eingeladen, wo er in München, Stuttgart, Karlsruhe, Wiesbaden, Koblenz, Frankfurt am Main und Tübingen über die Nöte der Deutschen in Ungarn sprach. 1915 drohte ihm ein Hochverratsprozess, weil er in einer einstündigen Audienz Feldmarschall Mackensen über die Verfolgung der Deutschen in Ungarn unterrichtet hatte. Damals schon knüpfte er Kontakte zu wichtigen rumänischen politischen Persönlichkeiten.[1]

Nach der Dreiteilung des Banats, wodurch der östliche Teil mit Temeswar an Rumänien fiel, setzte er sich für die Belange der deutschen Minderheit in Rumänien ein. Orendi-Hommenau war 1919 Gründungsmitglied des Deutsch-schwäbischen Kulturverbandes. 1923 wurde er Prüfungskommissär des rumänischen Unterrichtsministeriums an den deutschen Volksschulen im Banat, 1930 Presseattaché im Ministerialdirektorat Temeswar. 1934 übersiedelte er nach Bukarest.[1]

Viktor Orendi-Hommenau wurde auf dem evangelischen Friedhof in Bukarest beigesetzt.