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Gegen den Strom

Gegen den Strom from Luise Helfenbein
Bilder aus dem Leben

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Lei 39 / € 13,00
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Pages / Format: 88 S.; Broschiert
Edit year: 1912
Publishing House: Helfenbein, Neuland Verlag Hamburg
Language: Deutsch
State: gebraucht; gut
ISBN: 375112
Edition / Volum: 2. Auflage 1912

Helfenbein, Frl. Luise, Bistritz, Siebenbürgen, Klostergasse 19, wurde in einem Dorfe des siebenbürgischen Sachsenlandes 1863 als das dritte Kind des dortigen Bezirksnotars, eines aus Ungarn eingewanderten Deutschen, geboren. Die malerische Umgebung und fleissige Lektüre im Elternhause wirkten befruchtend auf die Phantasie des Kindes. Leider hatten die Eltern dasselbe nicht für einen dereinstigen Broterwerb erzogen und so sah sich Luise beim Tode des Vaters, der nur Schulden hinterliess, der furchtbarsten Not gegenüber. Durch selbsterlernte Weissstickerei brachte sich L. H. mühsam fort. Nach ihrer späteren Übersiedelung nach Bistritz entstanden die ersten, ungestillte Sehnsucht und das Gefühl demütigender Unterdrückung atmenden Lieder. Eines derselben druckte ein Wochenblatt ab. Der Pfarrer Graef förderte die Autorin durch Lektüre. Aber die fortgesetzte anstrengende physische und geistige Thätigkeit setzte ihrem Schaffen vorläufig ein Ziel. Erst nach Jahren entstanden wieder zahlreiche Gedichte, sowie eine feuilletonistische Arbeit über die Ausbildung und Anstellung weiblicher Lehrkräfte an den dortigen Volksschulen, die unter dem Titel »Mein Zukunftsideal« in der »Bistritzer Zeitung« erschienen. Professor K. Schrattenthal in Pressburg, an den sie Poesieen sandte, versprach, dieselben der von ihm herausgebenen Kollektion »Dichterinnen aus dem Volke« einzuverleiben. Auch vermittelte er die Aufnahme der Verfasserin in den »Deutschen Schriftstellerverband«, der die zwei Novellen: »Der Schmuck der Baronin« und »Prinz Asra« derselben in Vertrieb nahm. Zwei Schauspiele: »Die Emanzipierte« und »Der Sohn des Gehenkten« sind gleichfalls vom Verband in Vertrieb genommen worden. Als Mitglied des Bistritzer »Vereins zur Förderung der Frauenbildung« entfaltet Frl. Helfenbein eine rege agitatorische Thätigkeit zur Förderung des Bildungsganges der sächsischen Frauen und Mädchen. Ein Band Gedichte »Waldlandsmuse« wurde von einem litterarischen Bureau in Berlin zur Veröffentlichung angenommen.

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