Schiller Verlag
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Gündisch, Karin: Die Kinder von MichelsbergISBN 978-3-941271-62-3Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 40 Lei / 9,70 EURjetzt bestellen...gebunden, 118 S. - 22,0 x 15,0 cm, 256 g, Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Foto(s) von Roth, Anselm / Egyed, Claudia / Philippi, Friedrich, Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011ISBN : 978-3-941271-62-3Reihe : Siebenbürgische Kinder- und Jugendbücher, Band 5Das Dorf, in dem die drei Mädchen aus dieser Geschichte leben, heißt Michelsberg und liegt in Siebenbürgen, das auch Transsylvanien heißt und zu Rumänien gehört. Die Mädchen wohnen auf der Post. Man kann es auch anders ausdrücken: Die Post ist bei ihnen im Haus.
verwandte Themen : ebenfalls von Karin Gündisch im Schiller Verlag erschienen:
Rezension in der ADZ, Donnerstag, 29. Dezember 2011:
Die Kinder von MichelsbergVon Hannelore Baier
Rezension in der Hermannstädter Zeitung, 2011:
„Die Mädchen von der Post“
von Cynthia PINTER
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Heinrich Wolf, Guido Werder-Klein: Historische Stadtpläne von Hermannstadt (1900/1934)ISBN 978-3-941271-67-8Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 20 Lei / 6 EURjetzt bestellen...Plan der königl. freien Stadt Hermannstadt (Nagyszeben) - um 1900 (M 1:4.000)
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Anselm, Roth: Traumstraße TransalpinaISBN 978-3-941271-68-5Erscheinungsdatum: Dezember 2011 Preis: 20 Lei / 6 EURjetzt bestellen...149 Kilometer auf dem "Weg des Königs" über die Karpaten
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Dr. Rolf Willaredt: Lehrbuch Deutsch Klasse 9ISBN 978-3-941271-61-6Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 41 Lei / 10 EURjetzt bestellen...Einfühlen - Überdenken - Ausführen
ISBN : 978-3-941271-61-6
Das »Textbuch einfühlen, überdenken, ausführen« dient dazu, vor allem bei Jugendlichen den Wissenshorizont in den Bereichen Kultur, Literatur, Bildende Kunst und Gesellschaftswissenschaften zu erweitern sowie die deutsche Sprachkompetenz zu verbessern. Die Textauswahl und Formulierungen der Aufgaben in den einzelnen Kapiteln entsprechen, gemessen am Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR), den Niveaustufen A2 bis B2.
ebenfalls erhältlich: Lehrbuch Deutsch Klasse 10
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Dr. Rolf Willaredt: Lehrbuch Deutsch Klasse 10ISBN 978-3-941271-69-2Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 41 Lei / 10 EURjetzt bestellen...Leben - Gestalten - VerantwortenPaperback, 272 S. - 23,5 x 16,5 cm, 496 g, Herausgeberische Koordinierung: Willaredt, Rolf. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Mitwirkung (sonst.): Mateiu, Gabriela-Simona. Illustriert von Szilagyi, Szilard; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011 (2. Auflage)ISBN : 978-3-941271-69-2Reihe : Lehrbücher für rumänische Schulen mit deutscher Unterrichtsprache 1
Das Lehrbuch Deutsch Klasse 10 entspricht dem Lehrplan für „Deutsch als Muttersprache“ in Rumänien. Es richtet sich methodisch-didaktischen nach Fortbildungskritrerien des staatlich anerkannten „Zentrums für Lehrerfortbildung“ (ZfL) in Mediasch und den Lehrerfahrungen der Fachberatung der „Zentralstelle für das Auslandschulwesen“ in Köln (ZfA).
ebenfalls erhältlich: Lehrbuch Deutsch Klasse 9
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Hans Peter Türk: Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag - GesamtpartiturISBN 978-3-941271-66-1Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 49 Lei / 12 EURjetzt bestellen...nach dem Evangelisten Matthäus für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv) - Musik von Hans Peter Türk
Paperback, 166 S. - 29,7 x 21,0 cm, 459 g, Komponiert von Türk, Hans Peter. Herausgegeben von Philippi, Kurt. Einleitung von Philippi, Kurt. Nachwort von Kieseritzky, Roswitha von; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011
ISBN : 978-3-941271-66-1
Reihe : Musik aus Siebenbürgen 2
Das »Absingen der Passion« gehörte zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche in Siebenbürgen. Dem sich wandelnden musikalischen Geschmack entsprechend entstanden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Ausformungen der Passionsgeschichte. Am Anfang des 20. Jahrhunderts legte der Kronstädter Komponist Rudolf Lassel (1861–1918) eine neue Vertonung des Passionsgeschehens vor:
Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung , op. 23. Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des MatthäusEvangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Lassels MatthäusPassion blieb unvollendet. Er hat nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des MatthäusEvangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der Klausenburger Komponist Hans Peter Türk (*1940) eine Réplique zu Rudolf Lassels romantisch geprägter Musik für den Gründonnerstag, die Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag. Er ging dabei an derselben Textvorlage entlang wie Rudolf Lassel und vertonte das dramatische Geschehen des Karfreitags (Kapitel 27 des MatthäusEvangeliums) in der gleichen Besetzung für Chor, Solisten und Orgel. Eine innere musikalische Beziehung zu Lassels Werk gibt es allerdings nicht. Durch den kompositorischen Umgang mit der Textvorlage ist Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag ein eigenständiges Werk, das musikalische Ausdrucksformen der Gegenwart mit kirchenmusikalischer Tradition verbindet. Trotz der großen Verschiedenheit der Tonsprache ergeben Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) und Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) zusammen eine siebenbürgische MatthäusPassion. Der vielfach preisgekrönte Türk gilt als der heute bedeutendste sächsische Komponist, der in seinen Tonschöpfungen immer wieder auf die Musiktradition seiner siebenbürgischen Heimat zurückgreift und sie in der modernen Klangwelt seiner Kompositionen neu erstehen lässt. Türk wurde am 27. März 1940 in Hermannstadt geboren. Als seine „Vaterstadt“ jedoch betrachtet er Kronstadt: Von dort stammte sein Vater, dorthin übersiedelten die Eltern, dort erhielt Türk seine höhere Schulbildung, dort erfuhr er die prägenden geistigen und musikalischen Eindrücke. Türks Vater, Friedrich-Michael, der während eines Handelstudiums in Berlin - ein von ihm gewünschtes Musikstudium ließen die Eltern nicht zu - viel in Musikerkreisen, u.a. im Hause Hindemith, verkehrte, gehörte zu der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg - im Januar 1945 - aus Siebenbürgen nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Im Dezember 1946 brachte man ihn, schwerkrank, nach Frankfurt an der Oder, wo er noch am Tag seiner Ankunft starb und in einem Massengrab beerdigt wurde. Hans Peter wuchs also ohne Vater auf. Unbestimmte Erinnerungen an ihn und schmerzliche Eindrücke von dunklen schicksalhaften Mächten mögen seine Jugend begleitet haben. Die Mutter, Marta Kitty, gebürtig aus Bistritz, schlug sich nach dem Tode ihres Mannes mühsam als Stenotypistin durch und indem sie einen privaten Kindergarten für französische Sprache im benachbarten Zeiden unterhielt. Eine unstete und schwierige Kindheit und Schulzeit verbrachte der junge Hans Peter: Kindergarten in Zeiden, erste Volksschulklasse in Hermannstadt, weitere Volksschulklassen in Zeiden, zwei Jahre Berufsschule für Bauwesen in Kronstadt, Honterus-Gymnasium und Internat in Kronstadt. An diesem Gymnasium empfing er die entscheidenden Impulse, die seine Berufsorientierung bestimmten. Denn der schon fast legendäre Kantor und Organist der Schwarzen Kirche und Pädagoge am Honterus-Gymnasium Victor Bickerich wurde auch für Türk, wie für zahlreiche andere nachmaligen Musiker - wir denken an Adolf H. Gärtner, Alexander Dietrich, Elfriede Kühlbrandt, Reinhard Göltl, Michael Radulescu, Radu Lupu, Klaus Knall, Eckart Schlandt oder Wolfgang Meschendörfer - zum (nicht nur) musikalischen Erzieher und zum Mentor, väterlichen Freund und Wegweiser. Von Bickerich, seiner „Vaterfigur“, der er neben kirchenmusikalischen Aufführungen und der Mitwirkung im Kronstädter Bach-Chor „die schönsten Stunden jener Zeit“ verdankt, erhielt der mittellose Hans Peter Türk unentgeltlich Unterricht in Harmonielehre, Musikgeschichte und Klavier, „eine strenge, gründliche Schule“, wie Türk diese Unterweisung nennt. Sie setzte ihn in die Lage, 1959 als Kompositionsschüler von Sigismund Toduta an der Staatlichen Musikhochschule in Klausenburg angenommen zu werden. Allerdings war er gezwungen, vorher (nach dem Abitur 1957) noch eine Zeit als Fabrikarbeiter und Mitglied einer „künstlerischen Brigade“ über sich ergehen zu lassen. Während dieser Zeit nahm er zusätzlich Unterricht in Cello und Klavier an der Kronstädter Volkskunsthochschule. Der schöpferische Drang war von jeher übergroß. Türk bekennt, dass er schon als Kind beim Erlernen des ersten Mozart-Menuetts am Klavier eher den Wunsch gehegt habe, ein solches Stück selber zu erfinden, als es ordentlich spielen zu können. Bald nach dem Studium trat er denn auch mit Orchester- und Kammermusik an die Öffentlichkeit. In dieser Hinsicht erwies sich Klausenburg als Glücksfall für sein schöpferisches Wirken: „In Klausenburg wird die Musik, die man schreibt, auch aufgeführt. Hier gibt es das einfach nicht, dass ein Stück geschrieben wird und dann fünf Jahre in der Schublade liegt“, stellt Türk mit Freude und Genugtuung fest. Aber auch in den anderen Städten Siebenbürgens und Rumäniens wurde und wird seine Musik gespielt, Ensembles aus Siebenbürgen tragen sie auf ihren Tourneen über die Grenzen. Der Hermannstädter Bach-Chor hat sich vor allem auch um Türks größere Vokalwerke verdient gemacht. Doch Türk ist kein Vielschreiber, er schreibt gewissermaßen behutsam, vorsichtig, wachsam, konzentriert in sich hineinhorchend, selbstkritisch. „Glücklicherweise verpflichtet mich niemand, alljährlich eine Sinfonie oder ein Oratorium hervorzubringen“, äußerte er einmal. Karl Teutsch
ebenfalls erhältlich: Chorpartitur
verwandte Themen : SiebenbürgenMusikOrgelmusikChormusikPartiturPassionsmusikKarfreitag
Rezension in der ADZ, Dienstag, 27. Dezember 2011:
Passionsmusik im Schiller-Verlag
Kurt Philippi edierte Kompositionen von Rudolf Lassel und Hans Peter Türk
Von Hannelore Baier
Hermannstadt - Zwei bedeutende siebenbürgische Kompositionen für die Passionszeit erschienen kürzlich im Hermannstädter Schiller-Verlag, womit dieser seine neue Reihe „Musik aus Siebenbürgen“ eröffnet. Herausgegeben hat sie Kurt Philippi, der Musikwart der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Von beiden Werken gibt es sowohl die Gesamtpartitur (Paperback) als auch getrennt (geheftet) nur die Partitur für den Chor.Dirigenten und Musikliebhabern zugänglich ist nun „Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus” von Rudolf Lassel. Der Kronstädter Kantor und Musikdirektor Rudolf Lassel (1861-1918) hat die Worte aus dem Matthäus-Evangelium zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung als sein Opus 23 vertont.Lassels Matthäus-Passion blieb unvollendet, er hatte nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus-Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der in Klausenburg/Cluj lebende Komponist Hans Peter Türk eine Réplique zu Lassels romantisch geprägter Musik als Passionsmusik für den Karfreitag. Bestimmt ist sie für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv).Diese Komposition trägt den Titel „Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag” und wurde als zweites Werk von Kurt Philippi ediert.Die Gesamtpartituren kosten jeweils 49 Lei, die Chorpartituren 29 Lei.
Rezension in der Hermannstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:
Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag
von Beatrice Ungar
Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen. ...
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Rudolf Lassel: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus - GesamtpartiturISBN 978-3-941271-65-4Erscheinungsdatum: November 2011 Preis: 49 Lei / 12 EURjetzt bestellen...Worte nach dem Matthäus-Evangelium Musik von Rudolf Lassel - Op. 23Paperback, 120 S. - 29,7 x 21,0 cm, 347 g, Herausgegeben von Philippi, Kurt. Komponiert von Lassel, Rudolf. Einleitung von Philippi, Kurt / Philippi, Ursula; Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn,ISBN : 978-3-941271-65-4
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Hans Peter Türk: Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag - ChorpartiturISBN 978-3-941271-64-7Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 29 Lei / 7,50 EURjetzt bestellen...nach dem Evangelisten Matthäus für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv) - Musik von Hans Peter Türk
geheftet, 69 S. - 29,7 x 21,0 cm, 208 g,
Komponiert von Türk, Hans Peter;
Herausgegeben von Philippi, Kurt;
Schiller Verlag Hermannstadt / Bonn 2011,ISBN : 978-3-941271-64-7
Reihe : Musik aus Siebenbürgen 2a
Das »Absingen der Passion« gehörte zum festen musikalischen Bestand der evangelischen Kirche in Siebenbürgen. Dem sich wandelnden musikalischen Geschmack entsprechend entstanden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder neue Ausformungen der Passionsgeschichte. Am Anfang des 20. Jahrhunderts legte der Kronstädter Komponist Rudolf Lassel (1861–1918) eine neue Vertonung des Passionsgeschehens vor:Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi (Matthäus, Cap. 26 und 27) für Chor, Solostimmen, Gemeindegesang u. Orgelbegleitung , op. 23.Als Textvorlage benützte er die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi, die aus den Kapiteln 26 und 27 des MatthäusEvangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht.Lassels MatthäusPassion blieb unvollendet. Er hat nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des MatthäusEvangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der Klausenburger Komponist HansPeter Türk (*1940) eine Réplique zu Rudolf Lassels romantisch geprägter Musik für den Gründonnerstag, die Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag.Er ging dabei an derselben Textvorlage entlang wie Rudolf Lassel und vertonte das dramatische Geschehen des Karfreitags (Kapitel 27 des MatthäusEvangeliums) in der gleichen Besetzung für Chor, Solisten und Orgel.Eine innere musikalische Beziehung zu Lassels Werk gibt es allerdings nicht. Durch den kompositorischen Umgang mit der Textvorlage ist Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag ein eigenständiges Werk, das musikalische Ausdrucksformen der Gegenwart mit kirchenmusikalischer Tradition verbindet.Trotz der großen Verschiedenheit der Tonsprache ergeben Lassels Musik für den Gründonnerstag (1901–1906) und Hans Peter Türks Siebenbürgische Passionsmusik für Karfreitag (2006) zusammen eine siebenbürgische MatthäusPassion. Der vielfach preisgekrönte Türk gilt als der heute bedeutendste sächsische Komponist, der in seinen Tonschöpfungen immer wieder auf die Musiktradition seiner siebenbürgischen Heimat zurückgreift und sie in der modernen Klangwelt seiner Kompositionen neu erstehen lässt.Türk wurde am 27. März 1940 in Hermannstadt geboren. Als seine „Vaterstadt“ jedoch betrachtet er Kronstadt: Von dort stammte sein Vater, dorthin übersiedelten die Eltern, dort erhielt Türk seine höhere Schulbildung, dort erfuhr er die prägenden geistigen und musikalischen Eindrücke. Türks Vater, Friedrich-Michael, der während eines Handelstudiums in Berlin - ein von ihm gewünschtes Musikstudium ließen die Eltern nicht zu - viel in Musikerkreisen, u.a. im Hause Hindemith, verkehrte, gehörte zu der Generation, die nach dem Zweiten Weltkrieg - im Januar 1945 - aus Siebenbürgen nach Russland zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Im Dezember 1946 brachte man ihn, schwerkrank, nach Frankfurt an der Oder, wo er noch am Tag seiner Ankunft starb und in einem Massengrab beerdigt wurde.Hans Peter wuchs also ohne Vater auf. Unbestimmte Erinnerungen an ihn und schmerzliche Eindrücke von dunklen schicksalhaften Mächten mögen seine Jugend begleitet haben. Die Mutter, Marta Kitty, gebürtig aus Bistritz, schlug sich nach dem Tode ihres Mannes mühsam als Stenotypistin durch und indem sie einen privaten Kindergarten für französische Sprache im benachbarten Zeiden unterhielt.Eine unstete und schwierige Kindheit und Schulzeit verbrachte der junge Hans Peter: Kindergarten in Zeiden, erste Volksschulklasse in Hermannstadt, weitere Volksschulklassen in Zeiden, zwei Jahre Berufsschule für Bauwesen in Kronstadt, Honterus-Gymnasium und Internat in Kronstadt. An diesem Gymnasium empfing er die entscheidenden Impulse, die seine Berufsorientierung bestimmten. Denn der schon fast legendäre Kantor und Organist der Schwarzen Kirche und Pädagoge am Honterus-Gymnasium Victor Bickerich wurde auch für Türk, wie für zahlreiche andere nachmaligen Musiker - wir denken an Adolf H. Gärtner, Alexander Dietrich, Elfriede Kühlbrandt, Reinhard Göltl, Michael Radulescu, Radu Lupu, Klaus Knall, Eckart Schlandt oder Wolfgang Meschendörfer - zum (nicht nur) musikalischen Erzieher und zum Mentor, väterlichen Freund und Wegweiser. Von Bickerich, seiner „Vaterfigur“, der er neben kirchenmusikalischen Aufführungen und der Mitwirkung im Kronstädter Bach-Chor „die schönsten Stunden jener Zeit“ verdankt, erhielt der mittellose Hans Peter Türk unentgeltlich Unterricht in Harmonielehre, Musikgeschichte und Klavier, „eine strenge, gründliche Schule“, wie Türk diese Unterweisung nennt. Sie setzte ihn in die Lage, 1959 als Kompositionsschüler von Sigismund Toduta an der Staatlichen Musikhochschule in Klausenburg angenommen zu werden. Allerdings war er gezwungen, vorher (nach dem Abitur 1957) noch eine Zeit als Fabrikarbeiter und Mitglied einer „künstlerischen Brigade“ über sich ergehen zu lassen. Während dieser Zeit nahm er zusätzlich Unterricht in Cello und Klavier an der Kronstädter Volkskunsthochschule.Der schöpferische Drang war von jeher übergroß. Türk bekennt, dass er schon als Kind beim Erlernen des ersten Mozart-Menuetts am Klavier eher den Wunsch gehegt habe, ein solches Stück selber zu erfinden, als es ordentlich spielen zu können. Bald nach dem Studium trat er denn auch mit Orchester- und Kammermusik an die Öffentlichkeit. In dieser Hinsicht erwies sich Klausenburg als Glücksfall für sein schöpferisches Wirken: „In Klausenburg wird die Musik, die man schreibt, auch aufgeführt. Hier gibt es das einfach nicht, dass ein Stück geschrieben wird und dann fünf Jahre in der Schublade liegt“, stellt Türk mit Freude und Genugtuung fest. Aber auch in den anderen Städten Siebenbürgens und Rumäniens wurde und wird seine Musik gespielt, Ensembles aus Siebenbürgen tragen sie auf ihren Tourneen über die Grenzen. Der Hermannstädter Bach-Chor hat sich vor allem auch um Türks größere Vokalwerke verdient gemacht. Doch Türk ist kein Vielschreiber, er schreibt gewissermaßen behutsam, vorsichtig, wachsam, konzentriert in sich hineinhorchend, selbstkritisch. „Glücklicherweise verpflichtet mich niemand, alljährlich eine Sinfonie oder ein Oratorium hervorzubringen“, äußerte er einmal.Karl Teutsch
ebenfalls erhältlich: Gesamtpartitur
verwandte Themen : SiebenbürgenPartiturPassionsmusikKarfreitagOrgelmusik
Rezension in der ADZ, Dienstag, 27. Dezember 2011:
Passionsmusik im Schiller-Verlag
Kurt Philippi edierte Kompositionen von Rudolf Lassel und Hans Peter Türk
Von Hannelore Baier
Hermannstadt - Zwei bedeutende siebenbürgische Kompositionen für die Passionszeit erschienen kürzlich im Hermannstädter Schiller-Verlag, womit dieser seine neue Reihe „Musik aus Siebenbürgen“ eröffnet. Herausgegeben hat sie Kurt Philippi, der Musikwart der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Von beiden Werken gibt es sowohl die Gesamtpartitur (Paperback) als auch getrennt (geheftet) nur die Partitur für den Chor.Dirigenten und Musikliebhabern zugänglich ist nun „Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus” von Rudolf Lassel. Der Kronstädter Kantor und Musikdirektor Rudolf Lassel (1861-1918) hat die Worte aus dem Matthäus-Evangelium zu Beginn des 20. Jahrhunderts für Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung als sein Opus 23 vertont.Lassels Matthäus-Passion blieb unvollendet, er hatte nur den Text für Gründonnerstag (Kapitel 26 des Matthäus-Evangeliums) vertont. Rund hundert Jahre später schuf der in Klausenburg/Cluj lebende Komponist Hans Peter Türk eine Réplique zu Lassels romantisch geprägter Musik als Passionsmusik für den Karfreitag. Bestimmt ist sie für großen und kleinen Chor, Solostimmen, Orgel und Harmonium (oder Orgelpositiv).Diese Komposition trägt den Titel „Siebenbürgische Passionmusik für den Karfreitag” und wurde als zweites Werk von Kurt Philippi ediert.Die Gesamtpartituren kosten jeweils 49 Lei, die Chorpartituren 29 Lei.
Rezension in der Hermannstädter Zeitung, Ausg. 2266 am 20.01.2012:
Neue Reihe - Musik aus Siebenbürgen im Schiller-Verlag
von Beatrice Ungar
Eine neue Reihe hat der Schiller-Verlag mit dem Abdruck von Rudolf Lassels Werk „Die Leidensgeschichte unseres Herrn“ in die Wege geleitet. Herausgeber ist das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.Betreut wird die Reihe von den Musikern Ursula und Kurt Philippi. Lassels Vertonung der Passionsgeschichte zu Worten nach dem Matthäus-Evangelium stammt vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Der damalige Kronstädter Kantor und Musikdirektor benutzte laut Vorwort von Ursula und Kurt Philippi als Textvorlage die im Anhang des evangelischen Gesangbuches von 1899 gedruckte „Leidensgeschichte unseres Herrn Jesu Christi“, die aus den Kapiteln 26 und 27 des Matthäus-Evangeliums sowie aus Psalmtexten und Choralstrophen besteht. Die nicht mehr vertonten Teile der Textvorlage wurden von dem Klausenburger Komponisten Hans Peter Türk hundert Jahre später im Auftrag des Hermannstädter Bachchors für die gleiche Besetzung - Chor, Solostimmen, Gemeindegesang und Orgelbegleitung - komponiert. Unter dem Titel „Siebenbürgische Passionsmusik für den Karfreitag“ ist das Werk als zweiter Band der Reihe erschienen. ...
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Rudolf Lassel: Die Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus - ChorpartiturISBN 978-3-941271-63-0Erscheinungsdatum: Oktober 2011 Preis: 29 Lei / 7,50 EURjetzt bestellen...Worte nach dem Matthäus-Evangelium Musik von Rudolf Lassel - Op. 23
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Karl-Heinz Galter: Geleitet und Getröstet - Siebenbürgisches AndachtsbuchISBN 978-3-941271-60-9Erscheinungsdatum: August 2011 Preis: 55 Lei / 15 EURjetzt bestellen...Siebenbürgisches Andachtsbuch - Gesammelte Monatssprüche von Karl-Heinz Galter
Zusammengestellt von Galter, Heinz-Dietrich. Mitwirkung (sonst.): Galter, Sunhild. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Vorwort von Pitters, Hermanngebunden, 376 Seiten, 24,5 x 17,0 cm, 677 g, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, August 2011
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Roth, Anselm: Siebenbürgische Gästehäuser, eine Übersicht - Stand Sommer 2011ISBN 978-3-941271-58-6Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 9 Lei / 3 EURjetzt bestellen...16 Seiten, 20,5 x 13,5 cm, 25 g, geheftet, Fotos und Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2011
ISBN 978-3-941271-58-6
3,00 Eur / 9 Lei
Diese Broschüre enthält die Überarbeitung (Stand: Sommer 2011) des Adressteils aus dem Buch "Siebenbürgische Gästehäuser" von Anselm Roth, erschienen 2007 im Schiller Verlag, ISBN 978-3-941271-03-6, 16 EUR.
Die Broschüre kann einzeln zum Preis von 3 EUR erworben werden. Bei Erwerb des o.g. Buches liegt sie kostenlos bei.
Anselm Roth : Siebenbürgische GästehäuserISBN 978-3-941271-03-6
verwandte Themen : Siebenbürgen Siebenbürgische Gästehäuser Kirchenburgen Sanfter Tourismus ...
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Stäuble, Georg: Die Relativität der philosophischen SystemeISBN 978-3-941271-59-3Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 40 Lei / 10 EURjetzt bestellen...Paperback, 215 Seiten, 19,2 x 12,3 cm, 266 g, Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011
ISBN 978-3-941271-59-3
10,00 Eur / 40 Lei
Die Relativität der philosophischen Systeme zu thematisieren ist ein gewagtes Vorhaben. Relativismus ist eine umstrittene Theorie der Philosophie, gegen die zahlreiche Einwände erhoben wurden. In dem vorliegenden Buch wird versucht, nicht nur bekannte Einwände zu entkräften, sondern zu verdeutlichen, dass Relativität eine fundamentale Eigenart unserer Denkweise ist. Wir können nicht anders als relativ denken. Diese Feststellung ist von entscheidender Bedeutung für unser gesamtes Philosophieverständnis. Georg Stäuble übersiedelte aus seiner Heimat Rumänien, aus Hermannstadt, in die Bundesrepublik Deutschland und lebt seit vielen Jahren in München.
Ebenfalls erschienen vom gleichen Autor:
Georg Stäuble : Europas ZukunftISBN 978-3-941271-01-2
verwandte Themen : PhilosophieRelativitätExistenzErkenntnisWahrheitphilosophische Systeme
Rezension in "Kritik und Aufklärung":
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Roth, Anselm: Anabel und die verschwundenen ZwillingeISBN 978-3-941271-57-9Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 35 Lei / 9,70 EURjetzt bestellen...96 Seiten, 21,5 x 15,2 cm, Hardcover, 227 g, Foto(s) und Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011
ISBN 978-3-941271-57-9
9,70 Eur / 35 Lei
Anabel Stoica ist 14 Jahre alt, wohnt in dem verschlafenen Dorf Roandola in Transsylvanien und geht auf eine deutsche Schule. Ein gestohlenes Mobil sorgt für ein bisschen Aufregung. Doch dann explodiert ihr Leben geradezu: Sie fährt mit ihrer Familie nach Deutschland, und ein paar Tage später stellt Anabel erstaunt fest: »Vor ein paar Wochen stand ich mutterseelenallein an der Haltestelle in Roandola und wartete auf den Schulbus. Nun putze ich mir mit einem Turbowasserstrahl die Zähne, verkaufe meine Haare für Perücken, bin bis über beide Ohren verliebt, jage auf einer Verfolgungsjagd durch ganz München, das ich gar nicht kenne, werde kurz mal betäubt und entführt und von einem Kampftrupp mit Maschinenpistolen befreit und düse dann mit einem schneeweißen Motorboot zu einem Fünf-Gänge-Menü wie auf der anderen Seite der Welt Jennifer Lopez und Leonardo di Caprio.« Anselm Roth ist der produktivste Büchermacher in Hermannstadt. Sein zusammen mit dem Buchhändler Jens Kielhorn vom Büchercafé Erasmus im Teutsch-Haus betriebener Schiller Verlag ist der Senkrechtstarter im rumäniendeutschen Verlagswesen (rund 50 Bücher in drei Jahren). Roth, ein Enkel des Politikers Hans Otto Roth, ist auch als Autor von Reiseführern (Hermannstadt, Schäßburg, Heltau) in Erscheinung getreten, noch mehr aber als Verleger selbst. Die Mediasch-Monographie, ein üppig bebildertes Buch, wäre ohne seine layouterische Kärrnerarbeit nie zustande gekommen. Das „große Geld“ verdient er freilich mit Kochbüchern und Reiseführern. Konrad Klein, Siebenbürgische Zeitung
ebenfalls von Anselm Roth erschienen:
Anselm Roth, Holger Wermke : Weltkulturerbe in SiebenbürgenISBN 978-3-941271-30-2
Anselm Roth : Siebenbürgische GästehäuserISBN 978-3-941271-03-6
verwandte Themen :
SiebenbürgenAbenteuerAuswandernKindesentführung...
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Philippi, Friedrich: Kalender 2012 "Störche in Siebenbürgen"ISBN 978-3-941271-56-2Erscheinungsdatum: Juli 2011 Preis: 24 Lei / 8 EURjetzt bestellen...26 Seiten, 21,5 x 30,0 cm, Kalender, 184 g, Spiralbindung, Fotos von Skov, Hans und Philippi, Friedrich, Bearbeitet von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn Juli 2011
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Schuster Dutz: Das KulturpfeifenISBN 978-3-941271-54-8Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 59 Lei / 16 EURjetzt bestellen...Geschichten und Gedichte
279 Seiten, Format 23,5 x 13,8 cm, 450 g, gebunden, Nachwort von Krasser, Harald. Mitwirkung (sonst.): Schneider, Maria / Römer, Wilfried. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011
Zweisprachige Ausgabe (Siebenbürgisch-Sächsisch / Hochdeutsch)
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Karin Gündisch: Großvaters HähneISBN 978-3-941271-53-1Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 40 Lei / 9,70 EURjetzt bestellen...Geschichten aus einem anderen Land
91 Seiten, Format 23,0 x 14,5 cm, 231 g, gebunden, Foto(s) von Roth, Anselm. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011
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Dix, Holger / Henkel, Jürgen: Die Europadebatte in den Kirchen RumäniensISBN 978-3-941271-52-4Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 30 Lei / 8,00 EURjetzt bestellen...Problematica europeana din prisma bisericilor din Romania
Herausgegeben von Dix, Holger / Henkel, Jürgen. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm. Bearbeiter (sonst.): Gröblacher, Axel
301 Seiten, 21,7 x 14,8 cm, 400 g
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Hans Klein: Gehörtes RufenISBN 978-3-941271-55-5Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 29 Lei / 7,90 EURjetzt bestellen...Hilfeschreie und Dankesworte
95 Seiten, Format 21,0 x 13,0 cm, 117 g, Paperback, Foto(s) von Roth, Anselm. Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011
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Alfred Schuster: Alte Wege nach SiebenbürgenISBN 978-3-941271-47-0Erscheinungsdatum: Juni 2011 Preis: 59 Lei / 16 EURjetzt bestellen...Auf den Spuren der deutschen Einwanderer - mit dem Fahrrad von Luxemburg nach Hermannstadt
239 Seiten, Format 21,0 x 14,5 cm, Gewicht 419 g, Foto(s) von Schuster, Alfred K., Umschlaggestaltung von Roth, Anselm, gebunden, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn, Juni 2011
ISBN 978-3-941271-47-059,00 Lei / 16,00 EUR
Dr. Alfred K. Schuster wurde 1937 in Hermannstadt geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte und die Schule besucht hat. Studium der Geologie in Klausenburg / Cluj-Napoca. Danach wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geologischen Institut Bukarest. Verheiratet, zwei Kinder. 1977 Aussiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. Von 1978 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institut für Mineralogie der Technischen Universität Clausthal. Als Wissenschaftler hat er eine Vielzahl von Arbeiten zu den Themen Geologie und Petrographie, sowohl in Rumänien als auch in Deutschland veröffentlicht.
Er fotografiert seit den 1950er Jahren. Schwerpunkte sind Landschaften und Reisefotografie, und in den letzten 30 Jahren der Makro- und Mikrokosmos der Kristalle, Minerale und Gesteine, einschließlich der Mikroskop-Fotografie. Kirchen im Licht – Licht in der Kirche, ist seit Beginn der 1990er Jahre eines der Hauptthemen seines fotografischen Schaffens.
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Joachim Gremm: Siebenbürgische WanderungISBN 978-3-941271-48-7Erscheinungsdatum: März 2011 Preis: 59 Lei / 17 EURjetzt bestellen...ISBN 978-3-941271-48-7164 Seiten, fest gebunden, mit 32 farbigen Abbildungen, 1 s/w-Kartenausschnitt, Schiller Verlag Hermannstadt Bonn 2011
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C.N. Samuel von Brukenthal Gymnasium: Anuar / Jahrbuch 2008 - 2010ISBN 978-3-941271-49-4Erscheinungsdatum: März 2011 Preis: 59 Lei / 14 EURjetzt bestellen...ISBN 978-3-941271-49-4150 Seiten, Broschiert, Format A 4, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt Bonn 2011
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Brigitte Ina Kuchar: Siebenbürgische KücheISBN 978-3-941271-46-3Erscheinungsdatum: Februar 2011 Preis: 80 Lei / 19,90 EURjetzt bestellen...350 Seiten, Hardcover, mit Zeichnungen der Autorin, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2011
ISBN 978-3-941271-46-3
Rund 25 Jahre nach Martha Liess’ »Siebenbürgischem Kochbuch« ist im kommunistischen Rumänien das Kochbuch von Brigitte Ina Kuchar erschienen. Für die Autorin hatte es einen langen Kampf bedeutet, bis sie das Erscheinen endlich durchsetzen konnte. Der Erfolg belohnte ihre Mühe: Die Auflage ging in die Zehntausende, auch in der DDR wurde das Buch ein Bestseller.
Lange Jahre war das Kochbuch vergriffen und sogar antiquarisch eine Rarität geworden. Dank der Einwilligung der heute in Deutschland lebenden Autorin ist nun diese Neuauflage mit einer behutsamen Anpassung der Sprache möglich geworden.
Bericht über die Buchvorstellung am 19.2.11 im Büchercafe ERASMUS
INHALTSVERZEICHNIS:VORWORT 9 Küchengeräte 12 Zweckmäßige Aufbewahrung von Lebensmitteln 16 Einige Begriffserklärungen 19 Kleine Küchenwinke 27 Gewürze 32 Eine Maßtabelle als Waage-Ersatz 38 VORSPEISEN 39 Kalte Vorspeisen 39 Warme Vorspeisen 51 SUPPEN 64 Suppeneinlagen 79 SOSSEN 83 FLEISCHSPEISEN 90 Geflügel 90 Kalb- und Rindfleisch 100 Lammfleisch 106 Schaffleisch 109 Schweinefleisch 113 Speisen aus Faschiertem 122 FISCHUNDWILDBRET 135 Fisch 135 Wildbret 144 GARNIERUNGENUNDAUFLAGEN 154 Garnierungen 154 Auflagen 162 GEMÜSEZUSPEISENUNDEINTOPFGERICHTE 166 Gemüsezuspeisen 166 Eintopfgerichte 172 SALATE 180 MEHLSPEISEN 189 Gekochte Mehlspeisen 189 Gebackene Mehlspeisen 193 BACKWERKUNDSÜSSSPEISEN 197 Brote 197 Gebäck 199 Hefebäckerei 205 Honigbäckerei 216 Kleingebäck 222 Kuchen 230 Rouladen 237 Schnitten 241 Torten 251 Glasuren 265 Fruchtsüßspeisen 268 Aufläufe, Krems, Puddings 277 Speiseeis 286 GETRÄNKE 292 GEMÜSEUNDOBST 299 Gemüse 299 Obst 306 Gemüsekonservierung 312 Obstkonservierung 325 ALPHABETISCHESREZEPTVERZEICHNIS 333
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Gerhard Schullerus (Hg.): Aus Verantwortung für die KircheISBN 978-3-941271-45-6Erscheinungsdatum: Dezember 2010 Preis: 49 Lei / 17,00 EURjetzt bestellen...Schriften aus dem Nachlass und Nachdrucke von Bischof Friedrich Müller II.
exkl. Kleinstausgabe, nur 193 Exemplarebroschiert, 123 Seiten, Schiller Verlag Hermannstadt 2010
ISBN 978-3-941271-45-6
»Die in diesem Buch ausgewählten oder in ihm erstmalig veröffentlichten Schriften Bischof Friedrich Müller II. sind chronologisch geordnet und in ihrem jeweiligen zeitlichen Zusammenhang verständlich gemacht.
Dr. Gerhard Schullerus Zur Rezension von Hannelore Baier (ADZ)
Zur Rezension von Wolfgang Wagner (ADZ)
Vom gleichen Herausgeber ist erschienen: Gerhard Schullerus, Wolfram G. Theilemann (Hg.) : Blätter vergangener Tage - Fundstücke aus dem Nachlaß des Bischofs Friedrich Teutsch Preis: 35 Lei / 10 EUR
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Wilhelm Andreas Baumgärtner: In den Fängen der GroßmächteISBN 978-3-941271-44-9Erscheinungsdatum: Dezember 2010 Preis: 79 Lei / 19,80 EURjetzt bestellen...Siebenbürgen zwischen Bürgerkrieg und ReformationTeil 4 der Sachsen-Geschichte von W.A. BaumgärtnerHardcover, 460 Seiten, 40 Fotos, davon 30 in Farbe, Orts- und Personenregister, Schiller Verlag Hermannstadt/Bonn 2010ISBN 978-3-941271-44-9
»Wie entstand das Fürstentum Siebenbürgen? Ungarns Niedergang ermöglichte Transsylvaniens Aufstieg. Das Waffengeklirr der osmanischen Heere konnte niemand überhören.
Sie überrannten den Balkan, sie überrannten Ungarn, sie wollten den »goldenen Apfel« Wien pflücken. Dieser große Konflikt zwischen Abend- und Morgenland mit den zahlreichen Kriegen, die man im Westen die Türkenkriege nennt, erreichte 1526 mit der Vernichtung Ungarns und 1529 mit der Belagerung Wiens seine ersten Höhepunkte. Zeitumstände und nicht planvolle Absicht führten dazu, dass aus Siebenbürgen, dieser Provinz des ungarischen Reiches, ein (beinahe) selbstständiger Staat wurde. [...]
Was auf der einen, weltlichen Seite, ein Unglück war – der Staatskollaps –, entpuppte sich auf der anderen, der kirchlichen, für die Reformwilligen als ein historischer Glücksfall. Unhistorische Fragen drängen sich auf. Wenn der ungarische Ständestaat nicht unter dem türkischen Ansturm zusammengebrochen wäre, hätten die Siebenbürger Sachsen Luthers Ideen trotzdem so schnell umsetzen können?
Oder wenn Ferdinand I. und Johann Zapolya sich nicht gegenseitig ausgeschaltet hätten, wäre die Reformation auch so friedlich verlaufen? Hypothetische Fragen, offene Antworten. Lassen wir doch das Geschehen seinen Lauf nehmen.
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Friedrich Karl Johann Mild: Schäßburger ChronikISBN 978-3-941271-43-2Erscheinungsdatum: November 2010 Preis: 54 Lei / 13,60 EURjetzt bestellen...Hardcover (fest gebunden), 21,4x14,5 cm, 107 Seiten, mit 60 s/w-Reproduktionen aus dem Photoarchiv des Julius Misselbacher und Anmerkungen von Gernot Nussbächer, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010ISBN 978-3-941271-43-2
Er schreibt im Vorwort zu seiner Chronik: "Ich habe diese Chronik vor allem für meine sächsischen Volksgenossen zusammengestellt, die sie interessierenden Daten aus dem zwanzigsten Jahrhundert aufgenommen, andere zwar auch, aber nur insoweit sie für die Zeit- und Kulturgeschichte unserer Stadt von Bedeutung sind.
Bis zum Jahre 1781 besaßen in Schäßburg, wie auch in den übrigen sächsischen Städten, nur Sachsen, das heißt Deutsche, das Recht auf liegenden Besitz. Nachdem es bisher niemand unternommen hat, sich näher mit der Geschichte meiner Vaterstadt zu beschäftigen, so versuche ich es.
Diese Chronik ist ein vorläufiger Versuch, der keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und daher zu weiteren, vollkommeneren Arbeiten auf diesem Gebiet anregen soll."
zur Rezension von Hannelore Baier, ADZ
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Anselm Roth: Michelsberg und seine Burg (Broschüre)ISBN 978-3-941271-41-8Erscheinungsdatum: September 2010 Preis: 9 Lei / 3 EURjetzt bestellen...Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
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Schiller Verlag: Hermannstadt / Sibiu und das alte Land (Topographische Karte)ISBN 978-3-941271-39-5Erscheinungsdatum: September 2010 Preis: 25 Lei / 8 EURjetzt bestellen...Topographische Karte, Maßstab 1 : 50 000
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Karin Gündisch: Weit, hinter den WäldernISBN 978-3-941271-35-7Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 40 Lei / 12,90 EURjetzt bestellen...135 Seiten, fest gebunden, zahlreiche s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010Neuauflage
Weit hinter den Wäldern, hinter Flüssen, Bergen und vielen Grenzen liegt der Ort, von dem ich erzählen will. In Gedanken kehre ich immer wieder dahin zurück, so als ob ich nach Hause ginge.
In mittelalterlichen lateinischen Urkunden wird Siebenbürgen Transsilvania, Land jenseits des Waldes, genannt. Hier leben Rumänen, Ungarn und Deutsche nebeneinander, heute immer mehr auch miteinander. Die ersten Deutschen sind vor etwa achthundert Jahren als Kolonisten nach Siebenbürgen gekommen. Sie haben Wälder gerodet, Felder angelegt, Dörfer und Städte gegründet. In ihren Siedlungsgebieten waren sie in der Mehrheit. Sonst aber waren sie eine Minderheit.
Peters Mutter starb früh. Sein Vater wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zur Aufbauarbeit in die Sowjetunion deportiert. Peter und seine Geschwister Doris und Hanzi lebten mit den Großeltern auf einem Bauernhof. Es war das Jahr 1949, ein langes Jahr, in dem die Kinder auf die Rückkehr ihres Vaters warteten.
im Frühling 2010 Karin Gündisch Über die Autorin:
Karin Gündisch , geboren 1948 in Heltau/Cisnădie in Rumänien, hat Deutsch und Rumänisch in Klausenburg/Cluj und Bukarest studiert. Sie arbeitete als Deutschlehrerin in Bukarest, nebenbei war sie Freie Mitarbeiterin bei der rumäniendeutschen Presse, bei Rundfunk und Fernsehen. Die Autorin veröffentlichte Kindergeschichten und arbeitete an Deutschlehrbüchern mit.
Seit 1984 lebt sie als freie Schriftstellerin in Deutschland.
Für den Band »Lügengeschichten« (Creangă Verlag Bukarest) erhielt Karin Gündisch 1984 den Rumänischen Kinderbuchpreis. Im gleichen Jahr wurde sie für »Geschichten über Astrid«, erschienen bei Beltz & Gelberg in Deutschland, mit dem erstmalig vergebenen Peter-Härtling-Preis für Kinderliteratur ausgezeichnet. Für ihre Aussiedlergeschichten »Im Land der Schokolade und Bananen«, die auch ins Französische und Japanische übersetzt wurden, bekam sie 1991 den Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats. 2001 erhielt Karin Gündisch ein Literaturstipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg.
Außerdem erschienen »Weit, hinter den Wäldern« und »Großvaters Hähne« (1994). »Das Paradies liegt in Amerika« (2000) liegt auch in der amerikanischen Fassung vor, »How I Became an American« (2001) wurde 2002 mit dem amerikanischen Preis „Mildred L. Batchelder Award“ ausgezeichnet. »Cosmin« ist 2005 in der Reihe Hanser bei dtv erschienen und wurde übersetzt: ins Kroatische, Slowenische und demnächst auch ins Ungarische und Rumänische. »Lilli findet einen Zwilling« gab der Sauerländer Verlag 2007 heraus.
zum Autorenportrait von Astrid van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com
zur Rezension von Michaela Nowotnick
zur Rezension von Rudolf van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com
Von Karin Gündisch im Schiller Verlag ebenfalls erschienen:
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Bettina Schuller: TRANSSYLVANIEN - Spielplatz der GedankenISBN 978-3-941271-38-8Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 59 Lei / 16 EURjetzt bestellen...
173 Seiten, fest gebunden, s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010
Transsylvanien – Siebenbürgen
Seiner bewegten Geschichte des 20. Jahrhunderts begegnen wir in Bettina Schullers Erzählungen:
Die glücklichen Jahre der Kindheit in einer großbürgerlichen Welt der Siebenbürger Deutschen.
Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten veränderte sich Leben und Schreiben jäh. Es entstanden Erzählungen, die nur verschlüsselt die Zensur der ›Securitate‹ überleben konnten.
Der dritte Teil des Buches entstand in der Emigration im beklemmend fremden Deutschland und nach Besuchen im neuen Leben in Rumänien nach der Wende.
BETTINA SCHULLER, die einst mit den Bänden »Eine Mäusegeschichte«, »Die tägliche Straße« (1966 und 1969, beide Bukarest), mit Bühnen stücken und mit essayistischen Texten von sich reden machte, hat es nicht mit jener von Thomas Mann apostrophierten »epischen Stiernackigkeit« der so genannten großen Formen der Literatur:
Ihre Stärke liegt vielmehr in der quasi nebenbei notierten, oft aphoristisch zugeschliffenen, inhaltlich immer unkonventionell verlaufenden Prosa, wobei ihr im Sinne ästhetischer Handwerklichkeit schöne, das heißt im Einzelnen klare, im Ganzen ausgewogene, reife Sprachgebilde gelingen. Ihre Prosa ist unpathetisch, zuweilen meditativ, nach Sujet und Laune spritzig.
Hans Bergel
Blick ins Buch
Rezension von Ingmar Brandsch, ADZ am 04.12.2012:
Lebenserfahrungen einer sensiblen kritischen Zeitzeugin in Ost und West
Der beziehungsreiche Titel „Transsylvanien Spielplatz der Gedanken“ weist auf die souveräne Lockerheit Bettina Schullers hin, mit der sie es versteht, wesentliche Aspekte der Ost-West-Thematik aus dem Korsett der Kalten-Krieg-Auseinandersetzung in allgemein menschliche Befindlichkeiten in den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen zu überführen. Bis zu ihrer Spätaussiedlung in die Bundesrepublik 1976 (mit 47 Jahren) hatte die 1929 Geborene bereits zwei Gesellschaftssysteme erlebt. Die inzwischen erwachsene 19-jährige Bettina Schuller musste die kommunistische Diktatur 28 Jahre lang am eigenen Leibe erfahren. Dabei kam sie noch relativ glimpflich davon, weil dank ihrer Intelligenz ihre grundsätzliche Kritik am Gegebenen oft ironisch so verpackt war, dass selbst ihre Vorgesetzten es hinnehmen konnten. So äußerte sie als Deutschlehrerin zu den seltenen Bananenverkäufen, dass sie sich diese als Mutter nicht leisten könnte, weil das stundenlange Anstehen dafür ihr den ganzen Tag verderben würde, den sie lieber ihren Kindern widmen wollte. Nach dem Abitur studierte Bettina Schuller Psychologie und Pädagogik in Klausenburg/Cluj-Napoca, um dann von 1953-1976 als Deutschlehrerin – sie hatte noch einen Lehrgang als Deutschlehrerin absolviert – mit einer Unterbrechung von 2 Jahren als Dramaturgin an der deutschen Theaterabteilung in Hermannstadt tätig zu sein. Die meiste Zeit ihrer Lehrertätigkeit hat sie in Kronstadt/Brasov ausgeübt und da wiederum überwiegend an der Kronstädter Vorortschule Nr. 14 in Bartholomä/Bartolomeu einem sozialen Brennpunkt. Hier in den schwierigen Bedingungen am Rande der Großstadt, hat Bettina Schuller es geschafft, durch ihren unkonventionellen kreativorientierten Deutschunterricht eine ganze Reihe für die rumäniendeutsche Kultur wichtigen Persönlichkeiten heranzubilden, die ohne ihr Dazutun höchstwahrscheinlich unentdeckt geblieben wären, da ihre Begabungen nicht gefördert und gefordert worden wären. Dazu zählt die auch im Westen bekannte Lyrikerin und Prosaautorin Carmen Elisabeth Puchianu – heute Lehrstuhlinhaberin für Germanistik/Anglistik an der Transsilvania Universität Kronstadt/Brasov – wie auch der ebenfalls in der alten Heimat und auch in der Bundesrepublik in Fachkreisen bekannte und mitunter auch umstrittene Historiker Klaus Popa, sowie der Journalist Hans Butmaloiu – und Deutschlehrerin Sabine Morres, ebenfalls noch in der alten Heimat in Kronstadt tätig. Ihr kreativer Deutschunterricht, in dem auch Texte szenisch umgesetzt wurden, um dann von den Schülern innerhalb der Deutschstunden aufgeführt zu werden, sollte ihr dann später in ihrer Tätigkeit als Dramaturgin in Hermannstadt zugutekommen. Sie dramatisierte selbst auch Grimm-Märchen. Auch ihre erste Veröffentlichung „Eine Mäusegeschichte“, Bukarest 1966, verdankt ihre Entstehung ihrer Arbeit und Erfahrung als Deutschlehrerin. Ihr zweiter in Rumänien erschienener Prosaband, „Die tägliche Straße“, Bukarest 1966, ist eine Auseinandersetzung mit ihrem Alltagsleben als Deutschlehrerin in Kronstadt-Bartholomä. Ihre über zwei Kilometer entfernte Schule erreichte Bettina Schuller, die mitten im Zentrum Kronstadts geschichtsträchtig am Rathausplatz hinter der Schwarzen Kirche wohnte, meist zu Fuß, wobei sie sich nicht nur Gedanken über den Unterricht machte, sondern auch ihren eigenen Alltag so wie den Alltag im Allgemeinen im rumänischen Ostblocksozialismus. Bettina Schuller vergisst dabei nie, dass sie auch das große Glück hatte, von Haus aus einer typisch siebenbürgisch-sächsischen bildungsbürgerlichen Familie zu entstammen.Ihr Vater war ein brillanter Rechtsanwalt, der es über seine beruflichen Erfolge zu Wohlstand und Ansehen gebracht hatte, und ihre Mutter hatte musikalische Studien auch in Deutschland absolviert. Nicht nur die deutsche Sprache wurde in ihrem Elternhaus gepflegt, auch die rumänische wie auch die ungarische Sprache wurden vor allem von ihrem Vater beachtet. Auch das Kunstverständnis und der Kunstgenuss war in ihrer Großfamilie schon fast ein Selbstverständnis.
Fortsetzung vom 10.12.2012:
Kein Wunder, dass Bettina Schuller, die schon als Kind sehr aufgeweckt war, erfahrungsfreudig wie alle Kinder, aber auch schlagfertig – wie leider nicht allzu viele Kinder, da die meisten Kinder in Siebenbürgen oft streng erzogen werden – in diesem Elternhaus ihre kecke, meist genauso anzügliche wie humoristische Ader ungehindert entwickeln konnte. Von ihrem Vater, zu dem sie ein besonders enges Verhältnis hatte, wurde sie dabei noch ermuntert. Ebenfalls kein Wunder ist aus diesem Grunde auch, dass eine der schönsten und auch poetischsten Geschichten diesem innigen Vater-Tochter-Verhältnis gewidmet ist. In der Erinnerung „Die Sonne und ich“ ruft Bettina Schuller Bilder aus den Zeiten ihrer Sommeraufenthalte am Schwarzen Meer, in Costineşti zwischen dem 5. und 11. Lebensjahr in ihr Gedächtnis. Da verbrachte Bettina Schullers Familie in dieser Zeit regelmäßig ihre Sommerfrische.Hier schließt das äußerst sensible Stadtkind mitten auf dem Lande, am Rande des Meeres, eine einmalige unglaubliche Partnerschaft mit der Sommersonne der Urlaubszeit, der Freizeit, der Freiheit allgemein. Eine Sonnenstraße kam haargenau zu den Füßen des Mädchens und bewies ihm, dass goldenes Glück zielgenau in den grauen Alltag zu finden vermag, wenn man nur die nötige Sensibilität der Wahrnehmung dafür aufbringt, dies einmalige Geschenk zu erkennen und anzunehmen. Eine ganz andere Erinnerung von fast tragischer Abgründigkeit beinhaltet die schon beinahe zynisch übertitelte Geschichte „Das beliebte Spiel“.Dies beliebte Spiel ist nichts anderes als das hemdsärmelige, derb handgreifliche Schinkenklopfen. Ein niederkniender Spieler legt seinen Kopf in den Schoß eines Sitzenden und reckt dabei seinen Allerwertesten in die Höhe, sodass kräftig auf diesen gehauen werden kann. Dieser an Herta Müllers und Theresa Moras, um nur zwei bekannte, ebenfalls aus Osteuropa (Rumänien und Ungarn) stammende erfolgreiche Autorinnen der Bundesrepublik zu nennen, wie auch an Gerhard Roths, des Österreichers Schilderungen, der mitunter hemmungslosen Grausamkeiten in verschworenen Dorfkollektiven erinnernde Text ist die vielleicht intensivste Prosa überhaupt, die Bettina Schuller bis jetzt über die Einmaligkeit und Gefährdung des Individuums in Situationen kollektiver Vereinnahmung verfasst hat. Ihr Vater wird in dieser Erzählung, gerade auch wegen seiner intellektuellen rechtsanwaltschaftlichen Brillanz, seiner weltmännischen Eleganz und seiner geistigen Großzügigkeit gegenüber auch von Sonderbarkeiten und Überraschungen Jugendlicher und Außenseiter zum unbewussten intellektuellen Provokateur in einer sonst recht behäbigen, biederen ganz und gar mittelmäßigen Geborgenheit einer im Konventionellen verwurzelten Gemeinschaft. Er wird zum tragisch-ironischen Symbol der Freiheit, ja gewissermaßen ihr auch Schmerzen ertragender Fackelträger, denn schon seine Art, sich zu geben, seine einfache Existenz ist für unbedarfte Biedermänner schlichtweg ein Ärgernis. Er wird zum Risiko und zum Provokateur, denn wenn man sich mit ihm geistig messen müsste, müsste man sich in Frage stellen. Und das will man natürlich nicht, und um dies zu vermeiden, ist einem jedes Mittel der Ausgrenzung recht. Kein Wunder auch, dass am Schluss dieses dramatischen Prosatextes – fast schon anzusiedeln in die Problematik des Psychoterrors eines Stephen Kings, der Hinweis erfolgt, dass dem gutgläubigen, schicksalsergebenen, immer fairen und sich für seine Familie und Freunde aufopfernden Vater auch die Russlanddeportation zur Zwangswiederaufarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg nicht erspart bleibt. Eine ebenfalls abgründige Geschichte ist „Eine wichtige Erfahrung (Brief an die Enkelin.)“ Hier werden ihren Großeltern die Möbel gepfändet. Ihr Großvater ist ein höchstgebildeter und erzgescheiter Mann, der Werke im Original in einigen Sprachen lesen kann. Aber er ist zu gewissenhaft gebildet, sodass er meint, als Buchhändler um die Bildung seiner Landsleute besorgt, diesen nur niveauvolle Bücher verkaufen zu dürfen, wie beispielsweise Oswald Spenglers Zeitgeistbestseller „Der Untergang des Abendlandes“. Von diesem Titel gelingt es ihm gerade mal drei Exemplare zu verkaufen, während die beiden anderen Konkurrenzbuchhandlungen mi...
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Liliana Popa: Oamenii si carti in Sibiul de altadataISBN 978-3-941271-37-1Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 40 Lei / 17,90 EURjetzt bestellen...Tipografi si tiparnite, bibliofili si biblioteci, librari si librarii in marturii documentarein rumänischer Sprache mit einem Vorwort von Dr. Constantin Ittu und einem dt. Abstrakt von Dr. Wolfram Theilemann, 375 Seiten, broschiert, Schiller Verlag 2010Die als Resümee jahrelanger Detailforschung einer der ausgewiesensten Hermannstädter Stadt- und Kirchenarchivarinnen angelegte Arbeit enthält zum einen wohlrecherchierte und umfassende Daten zur allgemeinen Buch- und Buchdruckereigeschichte der siebenbürgisch-sächsischen Verwaltungs- und Kulturhauptstadt zwischen 1525 und 1948. Zum anderen unternimmt die Autorin eine grundlegende Synthese der bisher von ihr erarbeiteten Studien zu Einzelaspekten der siebenbürgischen Buchgeschichte, die an verschiedenen Stellen veröffentlicht worden sind.
Cei care se aşteaptă ca prin lectura cărţii de faţă să fie conduşi pe un făgaş îngust care priveşte doar evoluţia tiparului în oraşul de pe Cibin au plăcuta surpriză de a găsi un tablou mai cuprinzător al vieţii spirituale şi politice a societăţii. Cercetătoarea Liliana Popa a studiat variate documente din Arhivele Naţionale Sibiu şi de la Arhiva Centrală a Bisericii Evanghelice C. A. din România, începând cu acte ale Magistratului Sibiu, acte de partaj, memorii ale tipografilor adresate autorităţilor, scrisori, cataloage ale librăriilor şi terminând cu cărţile păstrate până astăzi din librăriile vremii. A rezultat astfel o lucrare bine documentată prin surse în primul rând primare.
Martin Bottesch
Dr. C. Ittu
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Anselm Roth: Postkartenset Siebenbürgen37729Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 10 Lei / 5 EURjetzt bestellen...10 Postkarten aus Siebenbürgen, farbig, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
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Wilhelm Andreas Baumgärtner: Der vergessene WegISBN 978-3-941271-36-4Erscheinungsdatum: Juli 2010 Preis: 59 Lei / 16 EURjetzt bestellen...Wie die Sachsen nach Siebenbürgen kamen...Teil 1 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumärtner
189 Seiten, fest gebunden, zahlreiche s/w Abbildungen, Schiller Verlag 2010erweiterte und verbesserte Neuauflage
Wieso die Siebenbürger Sachsen überhaupt in Siebenbürgen sind, ist ein historisches Rätsel, das bis heute niemand wirklich gelöst hat. Es gibt zwar viele Theorien darüber, wie diese deutschen Kolonisten im Mittelalter in das Gebiet im Karpatenbogen geraten sind, aber wirkliche Beweise hat bisher keiner präsentieren können. So sind im Laufe der Zeit die widersprüchlichsten Hypothesen entstanden, die eines alle gemeinsam haben: Es fehlt der Beweis.
Immer wieder haben Autoren behauptet, eine Lösung gefunden zu haben. Und wenn es einer der Theorien gelang, ins öffentliche Bewusstsein vorzudringen, so war der Weg bereitet für eine ungehemmte Legendenbildung. Die Hypothese, dass der ungarische König Geisa II. aus sicherheitspolitischen und zivilisatorischen Gründen im 12. Jahrhundert deutsche Siedler von Rhein und Mosel nach Siebenbürgen geholt hat, gehört zu diesen Legenden, die durch ihre notorische Wiederholung inzwischen einen Wahrheitsanspruch erhebt.
Doch es ist Aufgabe der Geschichtsschreibung, ganz genau zwischen Realität und Legende zu unterscheiden. Wie ihr das auch gelungen ist, möchten wir mit einem Überblick über die vielfältige und trotz fehlender Beweise faszinierende Forschung der vergangenen Jahre bis zur Gegenwart zeigen. Tatsache ist, dass es verschiedene deutsche Kolonistengruppen von unterschiedlicher Herkunft gegeben hat, die sich zu bestimmten Zeiten unter besonderen historischen Bedingungen im Karpatenbecken angesiedelt haben. Über den Autor:
Wilhelm Andreas Baumgärtner wurde 1952 in Hermannstadt geboren. Nachdem er das Brukenthal-Gymnasium in seiner Heimatstadt absolviert hatte, studierte er evangelische Theologie am Vereinigten protestantischen Institut mit Universitätsgrad in Hermannstadt. Doch als ihm und den seinen die Heimat zu eng wurde, wanderten sie 1977, wie so viele andere, nach Deutschland aus.
Seine Studien setzt er an der Universität Konstanz in den Fächern Geschichte, Germanistik fort. Nach dem Grundstudium 1980 trieben ihn Erfahrungs- und Erlebnislust zur Universität Erlangen, wo er Neuere Geschichte (unter anderem bei Prof. Helmut Diwald), Osteuropäische Geschichte (bei Prof. Karl-Heinz Ruffmann, Prof. Stöckl) und Germanistik studierte und den Abschluss mit einem Magister Artium (M. A.) erreichte.
Seine Berufsjahre begann er mit einer Volontärsausbildung in der Redaktion der „Bietigheimer Zeitung", einem Lokalblatt aus dem Großraum Stuttgart. Hier arbeitete er als Lokal- und Kulturredakteur und war für die erst wöchentlich, dann beinah täglich erscheinende Kulturseite dieser Zeitung verantwortlich. Anschließend wechselte er als Lokalredakteur zur Cannstatter Zeitung. Vom Lokalen-Bereich kam er 1992 in die Redaktion des „Magazins Wirtschaft", dem Publikationsorgan der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und war gleichzeitig auch in deren Presseabteilung tätig.
Während der ganzen Zeit arbeitete Wilhelm A. Baumgärtner auch als freier Journalist für die Feuilletons vieler lokaler und regionaler Zeitungen. Es folgten regelmäßige Beiträge, Reportagen, Interviews, Berichte, für das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg, Publikationen in Kunstkatalogen, Essays für die Literaturzeitschrift „Exempla" aus Tübingen, eine Buchveröffentlichung 1988 im Eulen-Verlag, Freiburg i. Br. Das Interesse an historischen Themen war schon immer vorhanden. Publizistisch äußerte sich das in Sonderveröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, heute in dem Schreiben von Büchern.
In dieser Reihe ebenfalls erschienen:
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Anselm Roth, Holger Wermke: Birthälm - Dorf und Kirchenburg (Broschüre)ISBN 978-973-1932-26-2Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 9 Lei / 3 EURjetzt bestellen...Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt – Bonn 2010
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Gabriela Benghia, Adina Serb, Rolf Willaredt: Deutsch Klasse 10ISBN 978-973-8875-66-1Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 41 Lei / 10 EURjetzt bestellen...das offizielle Deutschbuch für die 10. Klasse272 Seiten, broschiert, zahlreiche farbige Abbildungen, Schiller Verlag 2010Dieses Lehrbuch entspricht den Inhalten und den Aufgabenstellungen nach dem Lehrplan für "Deutsch als Muttersprache" in Rumänien aus dem Jahre 2009.
aus der ADZ vom 15.4.2010:
Deutschlehrbuch für die 10. Klasse vorgestellt / Von Raluca Nelepcu
Drei Jahre lang haben sie hart gearbeitet, nun lässt sich das Ergebnis ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit sehen: Acht Autorinnen und Autoren haben das Deutschlehrbuch der 10. Klasse für Schulen mit Unterricht in deutscher Muttersprache gestaltet - dieses wird demnächst im Unterricht angewandt werden können. Finanziert wurde das Lehrbuch aus Mitteln der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA).
Vor Kurzem lud Dr. Rolf Willaredt, Fachberater für Deutsch und Deutschsprachigen Fachunterricht seitens der ZfA, nach Temeswar/Timisoara, zur offiziellen Vorstellung des Deutschlehrbuchs für die 10. Klasse. Zu dem Ereignis kamen Schulleiter und Deutschlehrer aus den Verwaltungskreisen Temesch/Timis, Arad und Karasch-Severin/Caras-Severin. Anwesend waren auch Christiane Cosmatu vom rumänischen Bildungsministerium in Bukarest und Viorica Rosu, Inspektorin für Deutsch im Kreis Temesch.
Dr. Rolf Willaredt präsentierte das Deutschlehrbuch der 10. Klasse für Schulen mit Unterricht in der Muttersprache Deutsch. 6000 Euro („relativ wenig für ein Lehrbuch“, so Rolf Willaredt) kostete das Buch, ohne die notwendigen Seminare für das Autorenteam. Die Lehrer, die das Deutschbuch erarbeitet haben, stammen vom AMG-Lyzeum in Arad (Gabriela Benghia, Martin Schwägerl und Adina [erb), vom Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar (Magdalena Balogh, Elisabeth Brãdiceanu-Persem und Astrid Otiman) sowie vom Pädagogischen „C.D.Loga“-Lyzeum in Karansebesch (Gabriela-Simona Mateiu). Das Projekt koordinierte Dr. Rolf Willaredt.
„Leben, gestalten, verantworten“ ist das Motto des Lehrbuchs. Und gerade das sollen die Inhalte des Buchs den Schülern vermitteln. Sprachkompetenz, Sozialkompetenzen, Europakompetenz, Geschichtsbewusstsein und Medienkompetenz können sich die Schüler, die das Lehrbuch benutzen werden, aneignen. Das Buch entspricht den Inhalten und Aufgabenstellungen des rumänischen Lehrplans. „Beim Gestalten des Lehrbuchs haben wir die Interessen der Schüler in Betracht gezogen“, sagte Rolf Willaredt. Bisher mussten sich die Deutschlehrer, die bei Lyzeumsklassen unterrichteten, das gesamte für den Unterricht notwendige Material kopieren. „Es war ein unglaublicher Aufwand, sich den gesamten Unterrichtsstoff zu besorgen. Vor allem junge Lehrer hatten es diesbezüglich besonders schwer“, sagte Dorothea Buzarin, Deutschlehrerin am Banater Kolleg in Temeswar.
Das Lehrbuch für Klasse 10 ist in acht Kapitel aufgeteilt. Literarische Texte und Textauszüge sowie Sachtexte sind darin enthalten. Auszüge aus der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien“ wurden ebenfalls in Betracht gezogen. Zu jedem Text gibt es Aufgaben, unter anderen werden die Schüler aufgefordert, die Themen selbstständig zu vertiefen. Obwohl laut Lehrplan die Grammatikfragen bis zur 10. Klasse fast komplett beantwortet sein sollten, wurden trotzdem einige Grammatikaufgaben in das Buch aufgenommen. Auch im Anhang des Lehrbuchs gibt es spezielle Grammatikübungen und Nachschlagemöglichkeiten. Besonderes Augenmerk gilt der rumäniendeutschen Literatur.
Das Lehrbuch der Klasse 10 folgt dem Lehrbuch der 8. Klasse, das „von vielen Lehrern als zu kompliziert betrachtet wurde“, so Dr. Willaredt. „Auch das Lehrbuch der achten Klasse ist lehrplangemäß erarbeitet worden, leider hatte es keine richtige Einführung“, fuhr der Fachberater fort. Im Herbst soll ein Seminar organisiert werden, das als Einführung in das Lehrbuch der 10. Klasse gedacht ist.
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Dr. Robert Offner (Hg.): Paulus Kyr - Die Gesundheit ist ein köstlich DingISBN 978-3-941271-33-3Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 75 Lei / 19 EURjetzt bestellen...Ein ins Deutsche, Rumänische und Ungarische übersetzter undmit zeitgenössischen Bildern versehener und kommentierter Nachdruck des Gesundheitslehrbuches des Kronstädter Arztes Paulus Kyr
ISBN 978-3-941271-33-3
383 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen, fest gebunden, Schiller Verlag, Hermannstadt/Bonn, 2010
75 Lei / 19 Euro
lat. Originaltitel:
Sanitatis studium ad imitationem aphorismorum compositum.Item, alimentorum uires breuiter et ordine alphabetico positae.Autore Paulo Kyr medico.Corona 1551
Herausgegeben von Dr. Robert Offner
unter Mitwirkung von László András Magyar und Konrad Goehl
Die gsundheit ist ein koestlich ding / Dem menschen allbereit / Dieselb wirt offt geachtet ring / Und ubel angeleit.« – So lautet ein alter Badechoral, der im späten Mittelalter vermutlich in vielen Bädern gesungen wurde. Lieder und Musik dienten ebenso wie Speis und Trank, die Behandlung durch den Bader, Kartenspiel und erotische Freizügigkeit zu den Vergnügungen des gesunden wie auch des Heilung suchenden Volkes. Der Wunsch nach Gesundheit und Wohlergehen, Schönheit und ewiger Jugend dürfte nämlich wie die Angst vor Krankheiten und Seuchen so alt wie die Menschheit sein. Die Gesundheit zählt unverändert zu den kostbarsten Gütern der Welt.
Wie gingen unsere Vorfahren mit Themen wie Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Essen und Trinken vor Jahrhunderten um? Wie lebten, liebten und ernährten sich die Menschen im Karpatenbogen vor einem halben Jahrtausend? Welche Gesundheitslehren prägten die verschiedenen sozialen Schichten? Und welcher Glaube und Aberglaube beziehungsweise Mythen und Traditionen, nicht zuletzt Aderlaßkalender und Kräuterbücher beeinflußten tiefgreifend das Leben der Menschen in dieser Region Europas? Auf der Suche nach authentischen Antworten auf solche Fragen kann dem heutigen Leser das neu veröffentlichte Gesundheitslehrbuch des Kronstädter Stadtarztes Paulus Kyr aus dem Jahr 1551 äußerst hilfreich sein.
Von dieser bibliophilen Rarität sind vermutlich nur noch drei schwer zugängliche Exemplare überliefert. Infolgedessen ist das Büchlein für die Allgemeinheit weitgehend unbekannt geblieben und im internationalen Schrifttum so gut wie nie rezipiert worden, obwohl es dies in hohem Grad verdient hätte. Daraus resultierte der Entschluß zu einer Neuausgabe des Buches, die einen optimalen Zugang zu diesem Werk ermöglichen soll. Der Herausgeber hielt es für sinnvoll, neben den Abdruck des lateinischen Textes die Übersetzungen in die traditionellen Volkssprachen Siebenbürgens zu stellen.Robert Offner, im Januar 2010
Blick ins Buch
Rezension von András F. Balogh, ADZ vom 17.04.2010:
Die Wohlfühlwochenenden sind bereits „im dunklen Mittelalter“ entdeckt worden: Wer das nicht glaubt, soll einen Blick auf den Umschlag des neuesten Buchs von Robert Offner werfen, der in einem 380 Seiten starken Band das Gesundheitslehrbuch des Kronstädter Arztes Paulus Kyr aus dem Jahr 1551 auf Latein, Deutsch, Rumänisch und Ungarisch neu aufgelegt hat. Auf dem Buchdeckel baden lustige Paare in einem Badehaus, sie sitzen in großen Badewannen, Essen wird aufgetischt, ein Musiker spielt auf und die Vertreter der weltlichen und geistlichen Macht, ein Prälat und ein Herzog passen auf die guten Sitten der nackten Paare – vergebens – auf, denn unmissverständliche und unsittliche Handgreifungen sind auch zu sehen.
Blättert man im Buch weiter, bzw. wenn man den Hinterdeckel genauer unter die Lupe nimmt, so wird man des alten lateinischen Sprichworts gewahr: Sic transit gloria mundi, so vergeht der Ruhm der Welt, denn nach den schönen kommen die kargen Zeiten. Auf dem abgebildeten lateinischen Originaldruck sind solche Wörter zu lesen wie purgatio (Reinigung durch Stuhlgang), inflammatio (Entzündung), vomitus (Erbrechen), apoplexia (Schlaganfall) und schließlich paralysis. Wer diese Übel vermeiden möchte, soll die Ratschläge des Herrn Kyr genauestens befolgen.
Dem selbst- und gesundheitsbewussten Patienten aus Kronstadt und aus den Siebenbürgischen Ländern durfte der erste Schritt bei der Befolgung der Ratschläge wohl nicht schwer gefallen sein: Das Badehaus lockte – vor allem dann, wenn koeduzierter Badegang angesagt war. Die Befolgung des zweiten Ratschlags – der fast obligate und im Falle von allen Krankheiten applizierte Aderlass – machte aber Schluss mit lustig: Leberader, Milzader, Achselhöhlenvene, Königsvene, Schulterader, Stirnader, Gemeinader, Schwarzader, Mutterader wurden aufgeschnitten (S. 140) – je nachdem, welche ungute Füllung des Körpers durch die „Barbaren“ (S. 144) diagnostiziert worden ist. Die Barbaren, in der damaligen medizinischen Hochburg, im italienischen Salerno ausgebildete Ärzte, waren sonst biedere Leute, nur dann griffen sie zum trockenen oder im Ernstfall zum nassen Cucurbitula, zum Schröpfkopf, wenn der Aderlass keine Besserung bewirkte und noch effizienter Blut abgesaugt werden musste. Die Blutegel lassen wir dann aus dieser Rezension aus, sonst würde der geneigte Leser diese Zeilen nicht mehr weiter verfolgen können.
Nach dem Aderlass musste man tatsächlich essen, sonst hätte Kronstadt das 17. Jahrhundert nicht erlebt. Herr Kyr empfiehlt den auf die bösen, dicken Körpersäfte achtenden Lesern von Hoedin (Zickleinfleisch) bis Trüffeln, von Drosseln bis Turteltauben, von Johannisbrotfrüchten bis Pinienkern, von Kichererbsen bis Honigwein so ziemlich alles, was östlicher Luxus und westliche Zielstrebigkeit an Essen und Trinken zusammenzubringen vermochte.
Das Buch lässt die heutigen Leser in diesen Höhen und Tiefen der ärztlichen Behandlung und der Genesung nicht allein: Der Lebensweg des Stadtarztes wird beschrieben, das Gesundheitsbuch wird wissenschaftlich aus heutiger Sicht analysiert, und das medizinische Schrifttum der Zeit wird Revue passiert. Die Übersetzung des lateinischen Textes in die drei Sprachen Siebenbürgens ist eine beachtliche philologische Leistung, die in allen Sprachen mit einer solchen Leichtigkeit gemacht wurde, dass man das Blutvergießen während der Lektüre beinahe vergisst.
Rezension von Elena Stoica, Hermannstädter Zeitung, vom 23.04.2010:
Dreisprachige Heilkunde - Medizinisches Lehrbuch neu aufgelegt
Die Neuaflage des Buches des Kronstädter Stadtarztes Paulus Kyr von 1551, „Die Gesundheit ist ein köstlich Ding“, wurde am Samstag im Erasmus-Büchercafé vom Herausgeber Robert Offner vorgestellt. Aktuelle Anmerkungen, Ratschläge, Schwarz-Weiß-Abbildungen sowie ein alphabethisches Verzeichnis von 208 der bekanntesten Lebensmittel jener Zeit vermitteln dem wissbegierigen Leser einen Einblick in die Lebensführung und Denkweise im Siebenbürgen des 16. Jahrhunderts. Das Buch enthält die lateinische Originalverfassung und die Übersetzungen in drei Sprachen – Deutsch, Rumänisch und Ungarisch.
Man hat es einfach heutzutage. Gegen Schmerzen allerlei nimmt man einfach Analgetika ein, die meisten von uns finden es nicht nötig, den Arzt mal danach zu fragen. Wir kümmern uns selbst darum. Wichtig ist: Schmerz wird gelindert, die Ursache scheint uns nicht mehr so sehr zu interessieren.
Anders war die Einstellung der Menschen im 16. Jahrhundert. Von Prävention ist immer gepredigt worden, in Siebenbürgen schriftlich sogar schon seit fast 460 Jahren. Die gesunde Lebensführung ist die Kernaussage des Gesundheitslehrbuches, das im Jahre 1551 zum ersten Mal vom Stadtarzt Paulus Kyr für die Honterusgemeinde in Kronstadt veröffentlicht wurde. „Die Gesundheit ist ein köstlich Ding“ oder, in seiner Zeit, „Sanitatis studium ad imitationem aphorismorum compositum item, alimentorum uires breuiter et ordine alphabetico positae“, gilt als erstes gedrucktes medizinisches Buch Siebenbürgens, so der Philologe und Medizinhistoriker László András Magyar in einem der drei einleitenden Beiträge, die in der neu herausgegebenen Auflage zu lesen sind.
Das Büchlein war laut Widmung für die Schüler des evangelischen Gymnasiums gedacht: „Paulus Kyr wünscht der studierenden Jugend von Kronstadt Heil und Wohlfahrt“. Durch seine Komplexität und die zahlreichen Anweisungen, galt das im Lateinischen verfassten Schulbuch, trotz der hilfreichen Ratschläge, zu seiner Zeit als eher exklusiv. Viele Beispiele konnten wohl nur von denjenigen verstanden werden, die mit der klassischen Diätetik wie z. B. der Viersäfte-Lehre vertraut waren. Dieser medizinphilologischen Theorie nach, bestehe die Welt aus vier Elementen, Erde, Wasser, Feuer und Luft, deren je ein „Saft“ im Organismus entspreche. Was Kyr eigentlich in seinem Lehrbuch analysiert, sind „die nicht natürlichen Verrichtungen“, die den Gesundheitzustand jedes Menschen beeinflussen. Es gäbe also sechs Verrichtungen – Luft, Speise und Trank, Bewegung und Ruhe, Schlafen und Wachen, Ausleerung und Anfüllung (des Leibes) und die Gemütsverfassungen – die man beachten müsse, sowohl um Krankeiten zu vermeiden als auch um einen gesunden Geist in einem gesunden Körper zu haben.
Die präzisen Erklärungen in Bezug auf die Funktionen der menschlichen Organe infolge verschiedener chirurgischer oder pflanzlicher Behandlungen geben dem Leser den Eindruck, dass er als Studierender dem Lehrer Paulus Kyr in einer Aula des 16. Jahrunderts zuhört. Auch bekommt man Einblick in die Praktiken der Zeit bei der Entleerung von den „bösen Säften“ mit Hilfe empirischer Methoden wie u.a. Aderlass, Schröpfkopf, Erbrechen oder Stuhlausscheidung.
Manche Empfehlungen mögen von modernen Lesern als banal oder selbstverständlich empfunden werden. Es gibt trotzdem in dem Buch Aussagen, deren Aktualität unumstritten ist. Tägliche Spaziergänge, Übungstätigkeit vor und nach einem Mahl, häufige Bäder, vorsichtige Kombinationen von Lebensmitteln aber auch die Erkenntnisse über den Einfluss der Gemütsverfassung auf die Lebensführung bestätigen seine ...
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Jaques Picard: Edit von ColerISBN 978-3-941271-31-9Erscheinungsdatum: April 2010 Preis: 55 Lei / 15 EURjetzt bestellen...Als Nazi-Agentin in Bukarest mit einem Vorwort von Paul Milata
ISBN 978-3-941271-31-9
230 Seiten, fest gebunden, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2010
55 Lei / 15 Euro
"1938 wussten die Deutschen aus Rumänien nicht, wie ihnen geschah, als Edit von Coler, eine ihnen vollkommen unbekannte Person, innerhalb von 48 Stunden ihre Gleichschaltung an das Reich bewerkstelligte. Wer war von Coler? Das vorliegende Buch beginnt in der avantgardistischen Künstler-Szene Berlins und gleitet in die Wirren des Finnisch-Sowjetischen Krieges; es verführt in die Goldenen Zwanziger Deutschlands und verfolgt das Abdriften des deutschen Bürgertums in die Fänge des Nationalsozialismus; es widmet sich ausgiebig der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Herr Picard hat bei dem Versuch, die spärlich geöffnete Türe zur relevanten Vergangenheit der Deutschen in Rumänien aufzustoßen mit einem Schlag einen spannenden Blick auf einen Querschnitt der europäischen Regionen und Epochen ermöglicht."
PAUL MILATA
JACQUES PICARD hat als Gymnasiallehrer 30 Jahre lang in Deutschland gelebt. Er widmete sich seit 1990 der Geschichte der Siebenbürger Sachsen und veröffentlichte das Buch »Les Saxons de Transylvanie«. Picard war seit Ende 2009 Offizier im Orden der Akademischen Palmen, eine der höchsten Auszeichnungen der Republik Frankreich für Verdienste um das französische Bildungswesen.
Jacques Picard ist Anfang März 2010, nur wenige Tage, bevor er das Buch aus der Druckerei zugeschickt bekommen hätte, im Elsaß verstorben. Wir trauern um einen liebenswerten Menschen.
Blick ins Buch
Rezensionen:
Konrad Wellmann in der Hermannstädter Zeitung vom 09.04.2010
Mata Hari in Rumänien?
Zur Biographie der „Nazi-Agentin“ Edit von Coler
Den Buchumschlag ziert das Porträt einer eleganten, im Stil der 1920er Jahre gekleideten Dame. Die ansprechende Gestaltung des Covers in den Reichsfarben schwarz-weiß-rot (gleichzeitig die der Hakenkreuzflagge!) und der Untertitel „Als Nazi-Agentin in Bukarest“ wecken die Neugier des Lesers. Das im Hermannstädter Schiller-Verlag erschienene Buch des Franzosen Jacques Picard versucht Licht in das Wirken einer geheimnisvollen Akteurin auf der politischen Bühne Rumäniens vor 1939 und nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zu bringen.
Mata Hari ist bis heute der Inbegriff der raffinierten Spionin, die mit ihrer erotischen Ausstrahlung hohen Offizieren militärische Geheimnisse entlockt. Der Name Edit von Coler sagt jedoch den wenigsten etwas. Den Versuch, diese Lücke zu füllen, macht das Buch von Jacques Picard.
Wer war die mysteriöse Unbekannte? Welche Rolle spielte sie in der deutschen und rumänischen Politik? Weshalb gilt sie bis heute als schillernde Persönlichkeit?
Edit von Coler wird 1895 als Edit Heinemann in Berlin geboren. Als Kind konservativer, wohlhabender Eltern hat sie Zugang zu höchsten Kreisen. Im Jahr der Russischen Oktoberrevolution heiratet sie den Oberleutnant Ulrich von Coler, später Oberst der Wehrmacht und der finnischen Armee, bei der er sich im Kampf gegen die Bolschewisten Verdienste erwirbt. Trotz der Geburt der (einzigen) Tochter Jutta (1918) trennt sich das Paar 1922. Hauptgrund ist der schwerreiche Geschäftsmann Paul Lohmann, der Edit bis 1930 ein märchenhaftes Leben ermöglicht, das sie zur Gründung einer Yachtschule und zum Erwerb des Kapitänspatents nutzt – als einzige Frau ihrer Zeit. Sie soll auch rechtskonservative Verbände finanziell unterstützt haben. Antrieb ihres Handelns ist die Beseitigung der Folgen des Vertrags von Versailles, der nicht nur in ihren Augen Deutschland zutiefst gedemütigt hat. Schon früh (Mai1931) tritt sie in die NSDAP ein und macht Karriere. Sie wird Dramaturgin beim Staatstheater, vermutlich eine Tarnfunktion, um „Salonspionage“ zu betreiben. Im März 1935 avanciert sie dank ihrer Fremdsprachenkenntnisse zur Auslandspressechefin im Reichsnähramt. Das Interesse an Rumänien wird geweckt durch ihre Vorliebe für rumänische Zigeunermusik!
Das frankophile Rumänien war als Mitglied der „Kleinen Entente“ in den 20er Jahren zur Regionalmacht im Südosten Europas aufgestiegen. Da es für Hitlers Pläne zur Eroberung von „Lebensraum“ in Russland beste Voraussetzungen bot (geopolitische Lage und die weltweit fünftgrößten Erdölvorkommen), versucht Deutschland dieses Land „friedlich“ zu erobern. Dafür scheint eine so kluge, gewandte, begabte und außerdem wunderschöne Frau bestens geeignet, zumal sie treu zur Nazi-Ideologie steht.
Ihren ersten spektakulären Coup landet sie, als sie den Streit zwischen den beiden seit 1935 rivalisierenden rumäniendeutschen NS-Parteien im Oktober 1938 innerhalb von 48 Stunden schlichtet. Es ist viel darüber gerätselt worden, wie ihr dies so schnell gelingen konnte. Vermutungen legen nahe, sie habe als Beauftragte der Nazis den Radikalen damit gedroht, daß die NSDAP ihnen die Finanzierung streiche. Damit mischt sich das „Mutterland“ nach 800 Jahren erstmals in die Politik der hiesigen Volksdeutschen ein.
Auch in Rumänien findet sich wieder ein großzügiger Mäzen: Der 54-jährige germanophile Industrielle Nicolae Malaxa ist der reichste Mann Rumäniens, eine „byzantinische Figur“ (75), die zudem auf die Presse Einfluß nimmt. Durch ihn bekommt sie einen einjährigen Vertrag beim „Curentul“ (ihr Name erscheint jedoch nicht im Impressum), wird fürstlich bezahlt und bewohnt ein komplettes Appartement im Hotel Athenée Palace.
Sie beginnt sofort mit vollem Einsatz ihre Aktivitäten im Sinne des Deutschen Reichs. Schon Anfang 1939 wird der französische Geheimdienst auf sie aufmerksam und verdächtigt sie, Gestapo-Agentin zu sein. Zum deutsch-rumänischen Wirtschaftsvertrag, der die für Deutschlands Kriegspläne notwendigen Erdöllieferungen garantiert, hat sie im Hintergrund Wesentliches beigetragen – nach ihren Worten arbeitet sie nur für die „Sicherung des Friedens“ und die „friedliche Gewinnung eines wirklichen Freundes für Deutschland“ (98). Ihr Wirken in Bukarest ist für Agenten unterschiedlicher Staaten auffällig. Die Vielzahl ihrer Kontakte weckt sogar das Mißstrauen der Gestapo, die sie verdächtigt, eine Doppelagentin zu sein.
Nach dem „Blitzkrieg“ gegen Frankreich und dessen Kapitulation am 14. Juni 1940 hat Rumänien nicht mehr die politische Kraft, sich gegen die „Umarmung“ der Deutschen zu wehren. Zudem droht die Sowjetunion mit einem Angriff, wenn die Nordbukowina und Bessarabien nicht an sie abgetreten werden. Der „Wiener Schiedsspruch“ führt zur Rückgabe Nordostsiebenbürgens an Ungarn. Auch die Süddobrudscha geht zurück an Bulgarien. Dies ist das Ende von Großrumänien und das politische Aus für Carol II., der kurz danach abdanken und ins Exil gehen muß. Davor erhält Edit von Coler noch die lang ersehnte Privataudienz beim König – ohne die Genehmigung der deutschen Gesandtschaft. Sie hat sich darauf gut vorbereitet und wird beim einstündigen Gespräch mit dem König zahlreiche wirtschaftspolitische Fragen ansprechen. Ihr eigenmächtiges Handeln verärgert die Vorgesetzten in Bukarest und Berlin. Sie wird abberufen und muss am 2.8.1940 das Land verlassen. In Deutschland wird ihr der Paß abgenommen, und sie wird bis zum Kriegsende nicht mehr ins Ausland reisen dürfen.
Wie es ihr nach dieser Enttäuschung ergeht und was mit ihr bis zum Kriegsende und danach passiert, berichtet der Autor weiterhin faktenreich und spannend. Sie stirbt am 14.5.1949 im Alter von nur 54 Jahren. „Das Grab Edit von Colers gibt es nicht mehr“ (208).
Was ist das Faszinierende an dieser Frau? Sie war eine intelligente, gebildete, überdurchschnittlich begabte und versierte Diplomatin, hervorragend dafür geeignet, im Dienste einer Sache zu agieren, zu vermitteln und politische Erfolge zu erringen. Aus ihrer Perspektive handelt sie mit den besten Absichten. Leider setzt sie ihre überragenden Fähigkeiten für ein verbrecherisches Regime ein.
Das Buch ist die erste Biographie dieser undurchsichtigen Persönlichkeit. Der Autor übersetzte sein Werk selbst ins Deutsche. Vor allem Zitate aus Edit von Colers zahlreichen Briefen und aus dem Tagebuch vermitteln den LeserInnen ein detailliertes Bild der rumänischen Zwischenkriegszeit. Es ist im besten Sinne populärwissenschaftlich, von den Fakten her gediegen, spannend erzählt, im Allgemeinen korrekt formuliert, mitunter in einem etwas saloppen Stil. Ärgerlich sind zahlreiche Druckfehler im Text und Ungenauigkeiten bei den bibliographischen Angaben. Am Schluß sind Kurzbiographien wichtiger politischer Persönlichkeiten zu finden, leider fehlt ein Personenregister.
Das sind aber geringfügige Mängel einer im übrigen verdienstvollen Biographie. Dr. Paul Milata, der den Anstoß zu diesem Werk gab, hat das Vorwort dazu geschrieben. Es kann als Glücksfall gewertet werden, daß Picard in vielen Gesprächen mit Jutta Schröder, dem einzigen Kind Edit von Colers, noch wichtige Details über die Mutter erfuhr. Die Tochter starb im November 2009 - ihr ist das Buch gewidmet.
Der Autor hat das Manuskript im Dezember 2009 abgeschlossen, aber sein Erscheinen nicht mehr erlebt. Er starb im März dieses Jahres in seinem 66. Lebensjahr in Le Val d’Ajol in den Vogesen.
Hannelore Baier in der ADZ vom 09.04.2010
Eine schillernde Persönlichkeit
Zum Buch von Jacques Picard „Edit von Coler. Als Nazi-Agentin in Bukarest“
Von Hannelore Baier
Sie wurde 1895 in Berlin-Charlottenburg in eine Künstlerfamilie geboren und wuchs mit dem Bewusstsein auf, zu der privilegierten deutschen Gesellschaftsschicht zu gehören. Dieses Bewusstsein wird auch im zerbombten Berlin und durch den Krieg zerstörten Deutschland nicht erschüttert. 1917 ging sie eine Vernunftehe ein, die ihr jedoch zum Adelstitel verhalf. 1914 hatte sie ...
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Gernot Czell, Jürgen Henkel, Gerda Mehta, Dagmar Schramm-Grüber (editori): Drumuri noi înspre consensISBN 978-3-941271-28-9Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 25 Lei / 6 EURjetzt bestellen...Negociere constructivă si dispută pozitivă în economie, societate si politică
ISBN 978-3-941271-28-9173 Seiten, broschiert, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
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micul dejun: stay punk stay free stay gipsyISBN 978-3-941271-26-5Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 29 Lei / 7 EURjetzt bestellen...Lyrikband
ISBN 978-3-941271-26-588 Seiten, broschiert, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
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Liliana Popa, Wolfram G. Theilemann (Hgg.): Goldkörner II - Historisches LesebuchISBN 978-3-941271-27-2Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 55 Lei / 19,90 EURjetzt bestellen...Historisches Lesebuch aus den Archiven der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien
ISBN 978-3-941271-27-2282 Seiten, s/w Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
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Anselm Roth, Holger Wermke: Weltkulturerbe in SiebenbürgenISBN 978-3-941271-30-2Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 60 Lei / 17,40 EURjetzt bestellen...ISBN 978-3-941271-30-2118 Seiten, über 150 Farbfotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
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Peter Jacobi: Stillleben nach dem Exodus - Wehrkirchen in Siebenbürgen (Foto-CD)ISBN 978-3-941271-29-6Erscheinungsdatum: Dezember 2009 Preis: 26 Lei / 5,95 EURjetzt bestellen...ISBN 978-3-941271-29-6CD mit 2000 Photos, Schiller Verlag, Hermannstadt - Bonn 2009
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1935 | In Ploiesti, Rumänien geboren |
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1954-61 | Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie Bukarest |
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1970 | Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland und Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft. |
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1971 | Professur an der Hochschule für Gestaltung, Pforzheim bis 1998. |
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| Lebt und arbeitet in Wurmberg bei Pforzheim. |
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Joachim Gremm: Die Hambach
ISBN 978-3-941271-19-7
Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 62 Lei / 14,80 EUR
jetzt bestellen...
ISBN 978-3-941271-19-7
Hardcover, 157 Seiten, 32 Photos, 2 Landkarten, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
62 Lei / 14,80 Euro
Vom Autor des Bestsellers "Siebenbürgische Reise" ist in unserem Hermannstädter Verlag ein weiteres Buch erschienen, das sich seiner Heimat im Odenwald widmet:
"Die Seele von Hambach war die Bach. Und wie die Bach eine andere geworden ist, so hat sich auch das Dorf verändert - besonders einschneidend in den zweieinhalb Jahrzehnten nach 1950. Joachim Gremm, der diese Zeit als Kind und Jugendlicher erlebt hat, geht diesen Veränderungen in präzisen Beschreibungen nach. Er erinnert sich an vieles, oft schon Vergessenes aus dem Alltag. Gleichzeitig gelingt es dem Verfasser, das lokalhistorisch Typische aufzuzeigen (zum Beispiel die Bedeutung der Mühlen), das für die Bergstraße und die Dörfer des vorderen Odenwaldes insgesamt charakteristisch ist. Daher wird dieses Buch auch für manchen Nicht-Hambacher eine interessante Lektüre darstellen."
Sören Pichotta: Das Landeskirchliche Museum im Hermannstädter Teutsch-Haus (Broschüre)
ISBN 978-3-941271-23-4
Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 12 Lei / 4 EUR
jetzt bestellen...
Broschüre, 16 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, Texte von Sören Pichotta mit Fotos von Anselm Roth
ISBN 978-3-941271-23-4
Schiller Verlag, Hermannstadt 2009
Im Begegnungs- und Kulturzentrum "Friedrich Teutsch" der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien wurde neben dem Zentralarchiv und der Bibliothek ein Landeskirchliches Museum aufgebaut.
Dieses soll das Gemeinde- und gottesdienstliche Leben der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien veranschaulichen. Neben kirchlichen Kunstwerken und Kulturgütern sind auch die Kirchentrachten zu sehen.
Die Broschüre vermittelt einen guten und anschaulichen Überblick über das Museum und die in ihm enthaltenen Ausstellungsgegenstände und ist auch in englischer, französischer und rumänischer Sprache erhältlich (bitte bei Bestellung gewünschte Sprache unter Bemerkungen eintragen).
Auszug aus dem Bericht einer Museumsbesucherin:
Am nächsten Morgen war das Teutsch-Haus unser erstes Ziel, wo wir das Landeskirchliche Museum der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien besichtigten. Ein ganz besonderes Erlebnis! Obwohl es nur aus wenigen kleinen Räumen besteht und in unserem Reiseführer nicht einmal erwähnt wird, ist es mit seiner Sammlung und vor allem deren Aufbereitung und Darstellung ein wahres Kleinod, das jedem Hermannstadt-Besucher wärmstens zu empfehlen ist. Schon von dem großen Bild an der Wand, dem man nach dem Eingangsraum gegenübersteht und das die Kirchenburgen in Siebenbürgen zeigt, war ich überwältigt und hingerissen. Ich dachte nur: „So viel, so gewaltig“, und hatte das Gefühl, dass sich mir die siebenbürgisch-sächsische Welt zum ersten Mal als Ganzes offenbart. Auch die vielen Puppen mit den vielfältigen Trachten und der eigenartigen Mischung von Strenge in der Aufstellung und Verspieltheit der Kindergesichter beeindruckte. Und schließlich die Abendmahlkelche, die in mir die Erhabenheit eines Kirchenraumes und die Würde eines Gottesdienstes heraufbeschworen, die ich so wie in Siebenbürgen kaum gespürt habe.
Johanna Seidl, Siebenbürgische Zeitung (Onlineausgabe), 14.3.2010
Schiller Verlag: Mediasch und das Kokelland (Topographische Karte)
ISBN 978-3-941271-25-8
Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 15 Lei / 4 EUR
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ISBN 978-3-941271-25-8
Maßstab 1:50.000
gefaltet, 97,6 cm x 67,5 cm, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
15 Lei / 4 Euro
Auf der Grundlage der topographischen Blätter der "Directia Topografica Militara", Bukarest, mit deutschen Ortnamen.
Karin Gündisch: Geschichten über Astrid
ISBN 978-3-941271-22-7
Erscheinungsdatum: August 2009 Preis: 40 Lei / 9,70 EUR
jetzt bestellen...
ISBN 978-3-941271-22-7
Hardcover (fest gebunden), 80 Seiten, s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
40 Lei / 9,70 Euro
Die Geschichten über Astrid spielen in der Zeit, als ich ein Kind war. Astrid ist nichts Besonderes passiert. Sie sieht sich um und entdeckt die Welt. Mit ihr kann jedes lesende Kind seine eigene Welt entdecken. Für Astrid ist ihr Heltau der Mittelpunkt der Welt. Was die Erwachsenen tun, ist oft rätselhaft und fremd. Astrid denkt über alles nach. Über die Eltern. Über die Schule. Über den Lehrer. Über den lieben Gott. Allmählich gewinnt Astrid Selbstvertrauen und findet sich in schwierigen Situationen zurecht. (Karin Gündisch)
zum Autorenportrait von Astrid van Nahl, erschienen bei www.alliteratus.com
Video von Juli aus Michelsberg über die Buchpräsentation im Büchercafe ERASMUS
Von Karin Gündisch im Schiller Verlag ebenfalls erschienen:
Karin Gündisch las in der Lenau-Schule Geschichten über Astrid
erschienen auf http://banaterzeitungonline.wordpress.com, 8. Juni 2011
Karin Gündisch eroberte die Kinderherzen/ Von Raluca Nelepcu und Andreea Oance
Mit großen Augen schauten sie die Kinder an und hofften, dass sie mit dem Geschichten-Vorlesen nicht aufhört: Die Siebenbürger Kinderbuchautorin Karin Gündisch war am Freitag und Samstag in Temeswar/Timisoara zu Gast. Am Freitag hielt sie zwei Lesungen in der Nikolaus-Lenau-Schule und leitete am Samstag einen Workshop im Deutschen Kulturzentrum.
Karin Gündisch ist 1948 in Heltau/Cisnadie geboren und hat Deutsch und Rumänisch in Klausenburg/Cluj-Napoca und Bukarest studiert. Sie arbeitete als Deutschlehrerin in Bukarest, nebenbei war sie als freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Medien tätig. Die Autorin veröffentlichte Kindergeschichten und arbeitete an Deutschlehrbüchern mit. Seit 1984 lebt sie als freie Schriftstellerin in Deutschland. Sie schrieb „Geschichten über Astrid“, „Im Land der Schokolade und Bananen“, „Das Paradies liegt in Amerika“, „Weit, hinter den Wäldern“ u.a. Bücher, für die sie mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet wurde.
Es war eine spannende Stunde für die Schüler der dritten und vierten Klasse, die in den Festsaal der „großen“ Lenau-Schule gekommen waren, um sich die „Geschichten über Astrid“ anzuhören. Die kurzen Kinderstorys spielen in der Zeit, als die Autorin noch ein Kind war. Denn Astrid ist eigentlich keine andere, als Karin Gündisch selbst. „Wisst ihr, Kinder, was ich immer gemacht habe, wenn ich Zeit hatte? Ich habe gelesen!“ sagte Karin Gündisch und forderte auch die Kleinen zum Lesen auf. Es war keine gewöhnliche Lesung, bei der sich der Schriftsteller vor das Publikum setzt und zu lesen beginnt, sondern ein lockeres Gespräch zwischen Kindern und Autorin. Damit sich die Schüler ein Bild von den Geschehnissen machen können, brachte Karin Gündisch einen alten Koffer und einen hölzernen Federkasten mit. Nach der Lesung stürmten die Kinder die Bühne. Karin Gündisch ging nicht eher weg, bis nicht jedes Kind ein Autogramm hatte. Die Bücher von Karin Gündisch sind in der Buchhandlung am Dom erhältlich und kosten rund 40 Lei.
Etwa zwölf Schüler der fünften Klasse aus der Nikolaus-Lenau-Schule kamen am Samstag ins Temeswarer Deutsche Kulturzentrum an der Augustin Pacha-Straße Nr. 2. Alle sollten von der rumäniendeutschen Schriftstellerin erfahren, wie Kindererzählungen geschrieben werden. „Die Schüler der fünften und sechsten Klasse sind die idealen Teilnehmer an so einem Workshop. In ihrem Alter gibt es immer noch die Lust, etwas zu erzählen“, sagte Karin Gündisch. Und das weiß die Kinderbuchautorin sehr gut, denn sie selbst hat im jungen Alter zu schreiben begonnen. Das Buch „Weit, hinter den Wäldern“ ist eigentlich nach einem Tagebuch der Autorin, das sie in der sechsten Klasse zu schreiben begann, entstanden. Anhand von zwei Büchern – „Im Land der Schokolade und Bananen“ und „Geschichten über Astrid“ – bot die Schriftstellerin Tipps fürs Schreiben. Was kann man erzählen und wie – war das Hauptthema des Workshops. Das Buch „Im Land der Schokolade und Bananen“ hat Karin Gündisch nach ihrer Auswanderung nach Deutschland geschrieben. Das Rohmaterial nahm sie aus ihrem Leben und wandelte es in Geschichten um.
Die Schüler durften nach dem Workshop selbst ein Thema auswählen und Geschichten schreiben. Die Texte werden dann der Schriftstellerin zugeschickt und von dieser korrigiert. Die besten könnten danach auch veröffentlicht werden.
Micul Dejun/Ludwig Giersch: Unde este Europa - Wo ist Europa?
ISBN 978-3-941271-18-0
Erscheinungsdatum: Juli 2009 Preis: 29 Lei / 7 EUR
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eine Reise zwischen Balkan und Kaukasus (deutsch/englisch)
ISBN 978-3-941271-18-0
broschiert, 105 Seiten, zahlreiche Farbfotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
29 Lei / 7 Euro
"Unde este Europa"? - geschrieben auf ein Schild, diente den zwei jungen Autoren als Eyecatcher und Aufhänger, um auf ihrer Reise von Hermannstadt nach Georgien zu interessierten Menschen einen direkten Kontakt herzustellen. So führten sie einerseits Interviews, andererseits aber auch Diskussionen und alltägliche Gespräche. Diese werden fragmentarisch und skizzenhaft von den Befragten festgehalten.
Inwieweit verändert sich das Gesicht und die Sicht auf Europa an den Schnittstellen zwischen den beiden Kontinenten?
Ist das Europa von heute das Europa von morgen?
Paul Schuster: Fünf Liter Zuika. Roman in sieben Teilen
ISBN 978-3-941271-14-2
Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 100 Lei / 24 EUR
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ISBN 978-3-941271-14-2
alle Einzelbände erstmals als Gesamtausgabe mit 862 Seiten, Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
100 Lei / 24 Euro
Paul Schusters Kleinsommersberg am Fuße der Karpaten ist ein Sachsendorf, das es nicht gibt. Doch in diesem Werk Paul Schusters tut sich uns diese kleine Welt auf, die märchenhaft und höchst realistisch alles birgt und alles zeigt, was die Deutschen in Siebenbürgen in 800 Jahren aus ihrem Leben
gemacht haben.
Fünf Liter Zuika ist ein Märchen, wenn dieses Märchen auch von sehr einfachen und alltäglichen Dingen zu erzählen scheint. Der Erste Weltkrieg ist vorbei. Ohne sich vom Fleck gerührt zu haben, findet man sich nicht mehr in Ungarn und ist nicht mehr Untertan der Doppelmonarchie, sondern des rumänischen Königs Ferdinand. «Ansonsten hat sich nicht viel geändert; das Wetter bleibt Wetter, auch an den Jahreszeiten merkt man nichts von der neuen Obrigkeit».
Der 1930 in Siebenbürgen geborene Paul Schuster wanderte 1972 nach Berlin aus und arbeitete dort bis zu seinem Tode am 5. Mai 2004 an seiner «Zuika» weiter. Die erste Ausgabe dieses Buches erschien 1967 in Bukarest, ein Jahr später verlegte es der Grazer Verlag Styria, noch ein Mal wurde das Buch 1975 in Berlin (edition der 2) veröffentlicht. Der Autor begleitet seine Siebenbürger Sachsen bis in die Mitte des Zweiten Weltkrieges, bis zu dem Eintritt der wehrfähigen sächsischen Männer in die Waffen-SS Ende 1943. Man will hoffen, daß diesem Buch, das sich fesselnd liest, bewegt und zum Lachen bringt, das wunderbar geschrieben ist, das den besonderen Geist der «österreichischen» Sprache mit dem Einfluß von vielen Sprachen und Kulturen in sich birgt, endlich die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt wird.(Olga Martynova)
Wilhelm Andreas Baumgärtner: Im Zeichen des Halbmondes
ISBN 978-3-941271-16-6
Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 50 Lei / 16 EUR
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Siebenbürgen in der Zeit der Türkenkriege
Teil 3 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumgärtner
ISBN 978-3-941271-16-6
fester Einband (Hardcover), 292 Seiten, 18 Farbfotos, Namens - und Ortsregister,
Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
50 Lei / 16 Euro
Dritter Band von Baumgärtners Geschichte der Siebenbürger Sachsen
»Alles verändert sich, die kleine, heile Welt Siebenbürgens ist plötzlich ins grelle Scheinwerferlicht der Weltbühne getaucht. Wie so viele, sind auch die Siebenbürger Sachsen von der neuen Situation überrascht. Die Bedrohung nimmt existenzgefährdende Formen an. Die türkischen »Renner und Brenner« sind die neuen Reiter der Apokalypse. Erst brannten die Dörfer des Burzenlandes, doch bald folgten auch die des Altlandes und die des Nösnerlandes. Das ganze Sachsenland war bedroht. Nur feste Mauern versprachen Rettung. Und ein fester Glaube.« W. A. B.
Wilhelm Andreas Baumgärtner wurde 1952 in Hermannstadt geboren. Nachdem er das Brukenthal-Gymnasium in seiner Heimatstadt absolviert hatte, studierte er evangelische Theologie am vereinigten protestantischen Institut mit Universitätsgrad in Hermannstadt. Doch als ihm und den Seinen die Heimat zu eng wurde, wanderten sie 1977, wie so viele andere, nach Deutschland aus.
In dieser Reihe ebenfalls erschienen:
Teil 4: In den Fängen derGroßmächte
Hansotto Drotloff, Günther E. Schuster (Hg.): Mediasch. Ein historischer Streifzug durch die siebenbürgisch-sächsische Stadt an der Kokel
ISBN 978-3-941271-15-9
Erscheinungsdatum: Juni 2009 Preis: 99 Lei / 30 EUR
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ISBN 978-3-941271-15-9
24x24 cm, fester Einband (Hardcover), 352 Seiten, rund 1.000 Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
99 Lei / 30 Euro
„Die Heimatgemeinschaft Mediasch hat in Zusammenarbeit mit dem Schiller-Verlag in den letzten sechs Monaten ein stattliches Buch entstehen lassen, das ein im wahrsten Sinne farbenfrohes Bild des historischen Mediasch, von seiner Gründung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts entwirft. 352 Seiten stark, im Großformat 24 mal 24 cm und mit nahezu eintausend Bildern - hinter den nüchternen Zahlen verbirgt sich ein Buch, in dem etwas vom vergangenen Leben in unserer Heimatstadt in Erinnerung gerufen werden soll. Ob es sich tatsächlich um eine „Kokelperle“ handelte, wie ihre Einwohner sie liebevoll titulierten, oder ob unsere Nachbarn recht behalten, die das Städtchen gerne als „Fleosebrich“ bespöttelten, mag nach der Lektüre jeder selbst entscheiden.
In sechs großen Abschnitten nähern sich die Autoren der Stadt in einer Art kreisenden Bewegung in Raum und Zeit. Der Streifzug beginnt mit dem landschaftlichen Umfeld, wendet sich dann dem in fernen Zeiten - in Wort und Bild - fixierten Portrait der Stadt zu, um sich schließlich in seinem Mittelteil auf das historische Zentrum zu konzentrieren. Vier Rundgänge führen um das Kastell als ältester Verteidigungsanlage, rund um die Stadtmauer, zu den Sakralbauten und schließlich durch die Straßen und Plätze der Altstadt. Dem Leben in Alt-Mediasch - der wirtschaftlichen Entwicklung, der Geschichte von Schule und Bildung und dem Vereinsleben - ist ein weiterer Abschnitt gewidmet, ehe das Buch mit einer „Medwischer Chronik“ endet, einem Abschnitt, der weit mehr bietet als nur eine Aneinanderreihung historischer Ereignisse, wie der Titel vermuten lässt ...“ (HG Mediasch)
Georg Stäuble: Europas Zukunft
ISBN 978-3-941271-01-2
Erscheinungsdatum: Mai 2009 Preis: 19 Lei / 13 EUR
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ISBN 978-3-941271-01-2
399 Seiten, Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
19 Lei / 13 EUR
Ausgehend von der bewegten Geschichte des Kontinents untersucht Georg Stäuble »mögliche Zukunftsvarianten«. Damit liefert er eine wertvolle Grundlage für alle, die über die Zukunft Europas fundiert nachdenken wollen. Georg Stäuble übersiedelte aus seiner Heimat Rumänien, aus Hermannstadt, in die Bundesrepublik Deutschland und lebt seit vielen Jahren in München.
Leser-Rezension von Dietmar Albin vom 6.9.2010 (übernommen von www.amazon.de):
Über das Buch gäbe es eine Menge zu sagen.
Ich finde es einen hochspannenden Vortrag über Europas Geschichte und mögliche Zukunftsperspektiven.
Das Buch macht Jahre verschlafener Geschichtsstunden wett. Es liest sich spannend wie ein historischer Roman.
Der Autor bietet eine Fülle an Facetten und genauso viele Anregungen zum selbständigen Weiterdenken.
Meine tägliche Zeitungslektüre findet jetzt vor einem völlig neuen Hintergrund statt.
Ein großer Humanist schreibt für Individualisten. Chapeau!
Ein Geheimtipp.
Hans Klein: Kleine Lichter für besondere Stunden
ISBN 978-3-941271-13-5
Erscheinungsdatum: Februar 2009 Preis: 19 Lei / 5 EUR
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ISBN 978-3-941271-13-5
95 Seiten, 40 s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
19 Lei / 5 EUR
Hans Klein hat hier eine Sammlung von kleinen Gedichten, Aphorismen und Überlegungen aus dem Alltag vorgelegt. Die gefühlvollen, oft auch sehr persönlichen Zeilen sollen anregen zum Nachdenken und vielleicht auch ein bisschen Hilfe anbieten in manchen schwierigen Situationen. Zugleich aber zeugen viele der Zeilen von einem ruhigen, starken Humor. Jedem Vers ist eine Schwarzweißaufnahme zugeordnet, sie zeigen Eindrücke aus der Natur Siebenbürgens.
Hans Klein wurde am 9. November 1940 in Hermannstadt geboren. Ebenda studierte er Theologie. Sein Vikariat machte er von 1962 bis 1963 im Banat in Liebling, und im Banat, diesmal in Lugosch, blieb er zunächst auch nach der Ordination zum Pfarrer. 1966 wurde er zum Pfarrer von Deutsch-Kreuz gewählt. 1972 promovierte er in Biblischer Theologie und ist seit demselben Jahr Dozent für Altes Testament und Religionsgeschichte an der Evangelischen Theologischen Fakultät in Hermannstadt und seit 1982 ebenda Professor für Neues Testament. Der Ausbildungsstätte für evangelische Pfarrer und nun auch Sozialfürsorger steht Hans Klein seit 1998 vor. Den Kontakt zum Gemeindeleben frischte er in der Zeit als Stadtpfarrer von Hermannstadt (1993 bis 1998) auf, an der Lösung der allgemeinen Fragen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien war er in der Zeit als Bischofsvikar beteiligt. Als Theologe ist er seit 1984 Mitglied in der Vereinigung der Neutestamentler, sein Hauptforschungsgebiet stellt seit 1992 das Lukasevangelium dar und in diesem Bereich veröffentlichte er mehrere Bücher.
ebenfalls im Schiller-Verlag vom Hans Klein erschienen:
Erzbischof Teodosie von Tomis, Schoenauer, Henkel (Hg.): Alle Diakonie geht vom Altar aus
ISBN 978-3-941271-12-8
Erscheinungsdatum: Januar 2009 Preis: 34 Lei / 8 EUR
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368 Seiten, s/w-Fotos, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2009
34 Lei / 8 EUR
Theologie und Praxis der Diakonie
im ökumenischen Dialog
»Orice diaconie porneste de la altar«
Teologia si practica diaconiei în dialogul ecumenic
Dokumentation der Internationalen Theologischen Konsultation/
Documentarea consultarii teologice internationale
»Alle Diakonie geht vom Altar aus …« (Wilhelm Löhe)
Die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland
und der Rumänischen Orthodoxen Kirche im ökumenischen Dialog
10./11. April 2008
Ökumenisches Geistliches Zentrum (Ecumenical Spiritual Center/ESC)
der Diakonie Neuendettelsau
«Orice diaconie porneste de la altar« (Wilhelm Löhe)
Activitatea sociala a Bisericii Evanghelice din Germania
si a Bisericii Ortodoxe Române în dialogul ecumenic.
10./11. aprilie 2008
Centrul ecumenic spiritual al Diaconiei Neuendettelsau (CES)
zur Rezension von Wolfram Göll, München / Schwabach
Joachim Gremm: Siebenbürgische Reise
ISBN 978-3-941271-09-8
Erscheinungsdatum: November 2008 Preis: 49 Lei / 16 EUR
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ISBN 978-3-941271-09-8
170 Seiten, 24 Farbfotos, fest gebunden (Hardcover), Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
49 Lei / 16 EUR
Warum Rumänien? Vielen, die das Karpatenland als Reiseziel auswählen, wird diese Frage gestellt. Joachim Gremm hat Siebenbürgen das erste Mal besucht. Seine Antwort auf die Frage ist vielleicht darum besonders intensiv, weil er mit dem Fahrrad fuhr. Und er hat langsam und behutsam dieses Land erkundet, in dem Rumänen, Ungarn, Roma und Deutsche eine heterogene Schmelzkultur gebildet haben, die gemeinsam mit den landschaftlichen und architektonischen Schönheiten des Landes bunten Stoff für einen Reisebericht liefert. Und an nicht wenigen Stellen erzählt er von einer Zeitreise.
Zweite, aktualisierte Auflage
zur Rezension von Anselm Roth auf Siebenbuerger.de
Brukenthal-Gymnasium: Anuar 2005 - 2008 Jahrbuch
ISBN 978-973-8875-62-3
Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 29 Lei / 14 EUR
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ISBN 978-973-8875-62-3
144 Seiten, Format A 4, 250 farbige Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
29 Lei / 14 EUR
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich hoffe, Sie werden dieses Buch gerne und mit Interesse zur Hand nehmen -- obwohl oder gerade weil wieder drei Jahre seit dem Erscheinen unserer letzten Dokumentation vergangen sind.
Wir haben das bewährte Konzept nur vom Format her verändert und wollen wieder Schüler der Klassen 5-12 mit ihren Eltern ansprechen, dazu Absolventen und ebenso Besucher, die bisher kaum etwas über das deutschsprachige Schulwesen in Rumänien erfahren konnten. Ich möchte besonders hervorheben, dass der Elternverband die Verlags- und Druckkosten dieses Buches in vollem Umfang übernommen hat.
Lehrer, Eltern und Schüler konnten sich in ihrer Arbeitssprache äußern. Wir haben diesmal weniger übersetzte Beiträge gedruckt, viele Texte gibt es entweder in Rumänisch oder Deutsch. Sie ergänzen sich aber inhaltlich und dürften für Leser, die beide Sprachen beherrschen, interessant sein. Dazu kommen noch einige englische Seiten.
Das Kapitel »Unser Terminkalender« wird sie überzeugen: Es war fast unglaublich viel los in den letzten drei Jahren, alles hatte natürlich die Bereitschaft der Lehrer zur Voraussetzung, mehr als die strikten Unterrichtsaufgaben zu erfüllen. [...]
Gerold Hermann (Schuldirektor)
ebenfalls erschienen:
Anna Galon: Zwischen Pflicht und Kür - Die Hermannstädter Zeitung und die Siebenbürger Sachsen im kommunistischen Rumänien und nach der Wende
ISBN 978-3-941271-04-3
Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 29 Lei / 7,95 EUR
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ISBN 978-3-941271-04-3
166 Seiten, 20 s/w Abbildungen, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
29 Lei / 7,95 EUR (bisher: 13,00 EUR)
Ihr 40-jähriges Bestehen hat die Hermannstädter Zeitung am 25. Februar 2008 mit 170 geladenen Gästen gefeiert. Im Festaal jenes Gebäudes in Hermannstadt, in dem das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien seinen Hauptsitz hat, wurde die Zeitung in Ansprachen und Grußbotschaften gewürdigt. Verbunden waren diese mit den besten Wünschen für »noch viele weitere erfolgreiche Lebensjahrzehnte« (D. Dr. Christoph Klein, Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien), denn »mit 40 Jahren beginnt das Leben« (Dr. Jean Pierre Rollin, deutscher Generalkonsul in Hermannstadt). Es liegt zu einem entscheidenden Teil in der Hand des aktuellen Redaktionsteams selbst, ob der 40. Jahrestag der Gründung für die HZ die »Mitte des Lebens« bedeuten wird, wie es Bischof Klein der Zeitung bei der Jubiläumsfeier wünschte. Ihr Weg in die Zukunft hängt vornehmlich davon ab, ob es der HZ-Redaktion gelingt, auch künftig junge Journalisten für das Team zu finden und eine Redakteursgruppe zu konstituieren, die auch in den kommenden Jahren die Zeitung gestaltet, etappenweise modernisiert und neuen Herausforderungen anpasst, so dass diese Publikation stabil fortbestehen kann.
zur Rezension von Dr. Jürgen Henkel
zum Bericht über die Buchvorstellung im ERASMUS
Cornelia Feyer: Gradinile lui Brukenthal
ISBN 978-3-941271-11-1
Erscheinungsdatum: septembrie 2008 pret: 50 Lei / 14 EUR
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90 pagini, 120 fotografii color, format 21 x 21 cm, editura Schiller Sibiu - Bonn 2008
50 Lei / 14 EUR
Opulenţa şi degradarea îl întâmpină la tot pasul pe vizitatorul reşedinţei de vară a lui Samuel von Brukenthal. În Avrig, la vest de Sibiu, şi-a amenajat cel care era guvernatorul Transilvaniei în secolul XIII. un palat cu grădini baroce. Timpuri grele a trebuit să înfrunte acest giuvaer, a cărui istorie furtunoasă este pentru prima dată documentantă în acestă carte. Aceasta carte putea să fie şi un pas înainte pentru salvarea acestei comori a artei baroce.
Cornelia Feyer: Brukenthals Gärten - Pracht und Verfall im Süden Siebenbürgens
ISBN 978-3-941271-02-9
Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 29 Lei / 14 EUR
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ISBN 978-3-941271-02-9
90 Seiten, 120 farbige Abbildungen, Format 21 x 21 cm, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
29 Lei / 14 EUR
Vor dem Bau der Frecker Umgehungsstraße ist noch der eine oder andere Reisende neugierig an der Fassade des Brukenthals-Schlosses stehengeblieben und in den riesigen Garten eingetreten. Nun passiert dies (ohne) noch seltener, der Garten ist ein Geheimtipp, und dieses Buch erzählt mit vielen historischen Bildern das Werden und Gedeihen und Vergehen eines großen Experiments des wohl berühmtesten Siebenbürger Sachsen. Doch das Buch der Landschaftsarchitektin Cornelia Feyer (mit) ist nicht nur Geschichte des Französischen, Englischen und Holländischen Gartens des Barons von Brukenthal, sondern auch ein Wegweiser für eine Neukonzeption: Unter Wahrung des Alten soll in Freck viel Neues entstehen.
Jürgen Henkel (Hg.): Aus dem Glauben leben - Gesammelte Texte von Metropolit Serafim
ISBN 978-3-941271-08-1
Erscheinungsdatum: September 2008 Preis: 30 Lei / 10 EUR
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ISBN 978-3-941271-08-1
411 Seiten, Format 15 x 21 cm, Softcover, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
30 Lei / 10 EUR
Das vorliegende Buch ist einem der bedeutendsten rumänischen orthodoxen Bischöfe der Gegenwart gewidmet: Metropolit Dr. Serafim Joanta (von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa).
Diese Würdigung gilt dem charismatischen Seelsorger, Theologen und Oberhirten zu seinem 60. Geburtstag. Seit 1994 betreut er als Diasporametropolit die rumänischen orthodoxen Christen in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schweden, Norwegen und Dänemark. Er ist heute einer der wichtigsten Repräsentanten und Botschafter der Orthodoxie in der westlichen Welt. Der Band bietet Texte des Metropoliten zur orthodoxen Theologie und Spiritualität, zur Ökumene und zum Weltbezug der Orthodoxie. Das Universum orthodoxer Theologie öffnet sich dem Leser in authentischen Zeugnissen. Das Buch enthält Geleitworte von Patriarch Daniel (Bukarest), Bischof Josef Homeyer (Hildesheim) und Landesbischof Johannes Friedrich (München). Eine biographische Skizze zu Leben und Wirken von Metropolit Serafim ermöglicht die Einordnung der vorliegenden Texte in den Werdegang und Lebenskontext des Theologen.
Zu seinem 60. Geburtstag herausgegeben von Jürgen Henkel (EAS).
Rezension von Philipp Harnoncourt, erschienen im Bücher Bord Nr. 1/2010
Der Jubilar, mit bürgerlichen Namen Romul Ioantă, dessen Texte hier in sorgfältiger Auswahl vorliegen, ist in Graz kein Unbekannter. Als Professor an der orthodoxen Partner-Fakultät Sibiu hat er das Fach „Mission und Spiritualität der Orthodoxie“ vertreten, und nach einem Intensivstudium der deutschen Sprache in Graz hat er als Bischof die 1993 neu errichtete Metropolie Deutschland, Zentral- und Nordeuropa der Rum.-Orth. Kirche aufgebaut, der heute neun Gemeinden in Österreich angehören.
Der Sammelband enthält vor allem Vorträge, Festansprachen und Predigten des Jubilars, geordnet nach den darin behandelten Themen I. Christliche Spiritualität und Theologie, II. Kirche und Gesellschaft, III. Orthodoxie und Ökumene, IV. Orthodoxie in Deutschland und in der Diaspora, sowie V. Hirtenbriefe und Botschaften. In aller Freimut bekennt Metr. Serafim, dass seine erzkonservative orthodox-theologische Ausbildung ihm zunächst ein falsches und völlig unzureichendes Bild von Katholiken und Protestanten vermittelt habe, das er dann bei seinen Studien am orthodoxen Institut St. Serge in Paris revidieren musste, dass er aber vor allem in seinem Bischofsamt in Deutschland die zwingend notwendige Teilnahme an der ökumenischen Bewegung mit den Schwesterkirchen erkannt habe. - Der Leser ertappt sich selbst in einer ähnlichen Situation: Das im „Westen“ verbreitete Bild von der Orthodoxie ist ja für gewöhnlich ebenso falsch und unzureichend.
In den vorliegenden Texten begegnet uns eine wohltuend aufgeschlossene und ihrer Verantwortung bewusste Orthodoxie, keineswegs besserwisserisch dozierend, sondern spürbar mit Herzblut und Liebe zu den Hörern und Lesern formuliert. Alle Beiträge sind kurz und sehr gut lesbar geschrieben (ich konnte kaum zu lesen aufhören!), sie greifen aktuelle ökumenische und pastoral-relevante Fragen auf, ohne konventionelle Rezepte zu verordnen. Alle Wegweisungen sind spirituell begründet, und für die ökumenische Arbeit wird besonders auf Gebet, Fasten und Buße hingewiesen, ohne welche Schuld und Sünde der Trennungen nicht vergeben werden. Besonders hervorzuheben ist die nüchtern realistische Einstellung gegenüber dogmatischen Festlegungen, die bewirken, dass die Dialog-Partner sich „als Gefangene des eigenen theologischen Systems und der eigenen Tradition präsentieren“ (233); der Glaube ist geoffenbart, „um gelebt zu werden, nicht um ihn in Formeln zu verwandeln, die allesamt unzureichend sind, das Geheimnis des Glaubens auszudrücken.“ (232). „Jede Definition ist schließlich eine Einschränkung des Mysteriums“ (247), und „das Dogma kann zum Idol werden (Gregor von Nyssa), wenn es der Liebe entbehrt.“ (260). Äußerungen dieser Art machen Hoffnung, aus Sackgassen der Ökumene endlich wieder heraus zu finden. Mein Resumé: Ein sehr gutes, wichtiges und empfehlenswertes Buch!
Zielgruppe: Engagierte und Freunde der Ökumene, auch ohne besondere theologische Vorbildung!
Philipp Harnoncourt
zur Rezension von Wolfram Göll, München / Schwabach
Ursula Bedners: Hinter den Bergen
ISBN 978-3-941271-00-5
Erscheinungsdatum: August 2008 Preis: 19 Lei / 4,95 EUR
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ISBN 978-3-941271-00-5
121 Seiten, Format 10x16,5 cm, Broschur, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
19 Lei / 4,95 EUR (bisher: 7,00 EUR)
Ursula Bedners, geb. Markus, kam 1920 in Schäßburg/Sighis,oara zur Welt, wo sie 2005 verstarb. Sie wuchs im Markus'schen Haus am Marktplatz auf und verbrachte dort fast ihr ganzes Leben. Im ruhigen, malerischen Städtchen, hinter dicken Mauern, umgeben von Büchern und schönen alten Möbeln, widmete sich die zartgebaute und feinfühlige Frau wie selbstverständlich dem Dichten. Eine erste Sammlung ihrer Lyrik erschien 1969 unter dem Titel Im Netz des Windes, weitere Gedichte wurden in Schilfinseln (1973) und Märzlandschaft (1981) zusammengefasst. Bereits 1974 erschien eine Auswahl ihrer Gedichte in rumänischer Übersetzung, ein Buch, zu dem Ana Blandiana das Vorwort schrieb. Als Lyrik kann man die Aufzeichnungen bezeichnen, die Ursula Bedners über ihren Garten auf der Burg, im sogenannten »Umweg«, Monat für Monat niederschrieb. Diese Texte leiten das vorliegende Büchlein ein. Es trägt den Untertitel Gedanken, Geschichten, Eindrücke und ist erstmals 1986 erschienen. Diese erste -- und leider einzige -- Prosa-Sammlung enthält weitere Naturbetrachtungen und Porträts von Schäßburger Originalen, die der Nachwelt auf diese Weise erhalten geblieben sind.
Czell, Henkel u.a. (Hg.): Neue Wege zum Konsens
ISBN 978-973-8875-61-6
Erscheinungsdatum: Juli 2008 Preis: 20 Lei / 6 EUR
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ISBN 978-973-8875-61-6
172 Seiten, 6 s/w-Fotos, broschiert, Format A5, Schiller Verlag Hermannstadt - Bonn 2008
20 Lei / 6 EUR
»Mediation« ist das neue Stichwort für die außergerichtliche Bewältigung von Konflikten und Streitfällen. Dabei handelt es sich um ein Vermittlungsverfahren, das den Ausgleich der Konfliktparteien durch produktives, zielorientiertes Verhandeln zum Ziel hat. Die Europäische Union hat diese Form der Konfliktlösung bereits anerkannt und fördert diese Methode. Auch in Rumänien entstehen immer mehr Mediationszentren. Die rechtliche Grundlagen dafür sind geschaffen. Vom 11. bis 13. Mai 2007 fand an der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) eine Internationale Mediationskonferenz statt. Der vorliegende Band versammelt alle Beiträge und stellt einen innovativen Überblick und eine gelungene Einführung zum Thema dar. Renommierte und erfahrene Experten aus mehreren Ländern zeigen Grundlagen der Mediation in Theorie und Praxis. Vertreter aus Rumänien und anderen Transformationsstaaten stellen bisherige Erfahrungen mit Formen von Mediation vor. Viele praktische Beispiele veranschaulichen die Thematik.
Sören Pichotta: Museen der Kirchenburgen - Kleinode in Siebenbürgen
ISBN 978-973-8853-69-0
Erscheinungsdatum: Juni 2008 Preis: 39 Lei / 9,95 EUR
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Kleinode in Siebenbürgen
Fotos: Sören Pichotta und Anselm Roth
ISBN 978-973-8853-69-0
160 S., 224 Farbfotos, Schiller Verlag, Hermannstadt 2008
39 Lei / 9,95 EUR (bisher: 17,00 EUR)
Nach über 800 Jahren haben die meisten Siebenbürger Sachsen ihr Land mehr oder weniger überstürzt gen Westen verlassen. Zurückgeblieben sind einige wenige von ihnen auf den Dörfern mit ihren berühmten Kirchenburgen - und ein Sammelsurium von schönen, originellen, wertvollen, historischen, interessanten, wunderlichen, informativen oder seltsamen Sachen.
Nach 1989 haben im Laufe der Jahre immer mehr Menschen, so genannte Zurückgebliebene, begonnen, das Erbe ihrer ausgewanderten Verwandten zusammenzutragen, zu pflegen und auszustellen. Entstanden sind kleine und größere Museen oder Sammlungen in oder bei den Kirchenburgen. Der Dresdener Museumswissenschaftler Sören Pichotta hat sie in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) und der »Arbeitsgemeinschaft Museenlandschaft Siebenbürgen« ausfindig gemacht und in diesem Buch kundig beschrieben.
Micul Dejun: Die Thermik kommt. KurzGeschriebenes 2001-2004
ISBN 978-973-88536-8-3
Erscheinungsdatum: Mai 2008 Preis: 25 Lei / 7 EUR
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KurzGeschriebenes 2001-2004
ISBN 978-973-88536-8-3
120 S., Schiller Verlag, Hermannstadt, 2008
25 Lei / 7 EUR
Micul Dejuns Gedichte von Liebe, Abschied, Sehnsucht und Banalität sind eine Art aufgeräumte Melancholie. Seine Eindrücke – Kurzgeschriebenes sind allgegenwärtig, bekannt und summieren sich in diesem Band zu einem Lesebuch aus vier Jahren.
Micul Dejun:
· Geboren 1981 in Dresden
· Studium in Dresden, Halle, Prag und Sibiu/Hermannstadt
· Veröffentlichungen in versch. Zeitungen/Zeitschriften
Wilhelm Andreas Baumgärtner: Eine Welt im Aufbruch - Die Siebenbürger Sachsen im Spätmittelalter
ISBN 978-3-941271-06-7
Erscheinungsdatum: März 2008 Preis: 50 Lei / 14 EUR
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Die Siebenbürger Sachsen im Spätmittelalter
Teil 2 der Sachsen-Geschichte von W.A. Baumgärtner
Hardcover, 252 Seiten, 10 Fotos, Schiller Verlag, Hermannstadt, 2008
ISBN 978-3-941271-06-7
50 Lei / 14 EUR
"Um das Jahr 1150 hat der ungarische König Geisa II. deutsche Siedler von Rhein und Mosel aufgefordert, sich in seinem Reich anzusiedeln. Es waren bewegte Zeiten. Mutige Frauen und Männer machten sich auf ins Ungewisse.
Zogen sie aus, um nach Siebenbürgen zu kommen, wie das viele Historiker angenommen haben? Oder wollten sie an einem der damals stattfindenden Kreuzzüge teilnehmen? Dann wäre die Besiedlung mit eben diesen Siedlern ein Zufall der Geschichte.
Fragen über Fragen, auf die es nicht immer befriedigende Antworten geben kann. Doch dieses Buch, das dem Leser den ganzen Komplex der Ansiedlung vorstellt mit den verschiedenen Theorien der Historiker, zeigt, dass die Wirklichkeit weitaus vielschichtiger ist als die simple Geisa-Theorie."
Der Alltag der deutschen Kolonisten in Siebenbürgen war hart. Mühevolle Arbeit, das Ringen um die tägliche Nahrung, ständige Bedrohung durch Angriffe räuberischer Kumanen, Petschenegen und anderer Völker, Übergriffe adliger Nachbarn und Repressionen durch selbstherrliche Wojwoden waren die Wegbegleiter dieser aus den Rhein- und Mosellanden, aus Flandern, Lothringen sowie Luxemburg stammenden Siedler. Wie sie es geschafft haben, erfolgreich zu überleben, schildert dieses Buch.
Wilhelm Andreas Baumgärtner wurde 1952 in Hermannstadt geboren. Nachdem er das Brukenthal-Gymnasium in seiner Heimatstadt absolviert hatte, studierte er evangelische Theologie am Vereinigten protestantischen Institut mit Universitätsgrad in Hermannstadt. Doch als ihm und den seinen die Heimat zu eng wurde, wanderten sie 1977, wie so viele andere, nach Deutschland aus.
Seine Studien setzt er an der Universität Konstanz in den Fächern Geschichte, Germanistik fort. Nach dem Grundstudium 1980 trieben ihn Erfahrungs- und Erlebnislust zur Universität Erlangen, wo er Neuere Geschichte (unter anderem bei Prof. Helmut Diwald), Osteuropäische Geschichte (bei Prof. Karl-Heinz Ruffmann, Prof. Stöckl) und Germanistik studierte und den Abschluss mit einem Magister Artium (M. A.) erreichte.
Seine Berufsjahre begann er mit einer Volontärsausbildung in der Redaktion der „Bietigheimer Zeitung", einem Lokalblatt aus dem Großraum Stuttgart. Hier arbeitete er als Lokal- und Kulturredakteur und war für die erst wöchentlich, dann beinah täglich erscheinende Kulturseite dieser Zeitung verantwortlich. Anschließend wechselte er als Lokalredakteur zur Cannstatter Zeitung. Vom Lokalen-Bereich kam er 1992 in die Redaktion des „Magazins Wirtschaft", dem Publikationsorgan der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart und war gleichzeitig auch in deren Presseabteilung tätig.
Während der ganzen Zeit arbeitete Wilhelm A. Baumgärtner auch als freier Journalist für die Feuilletons vieler lokaler und regionaler Zeitungen. Es folgten regelmäßige Beiträge, Reportagen, Interviews, Berichte, für das Evangelische Gemeindeblatt für Württemberg, Publikationen in Kunstkatalogen, Essays für die Literaturzeitschrift „Exempla" aus Tübingen, eine Buchveröffentlichung 1988 im Eulen-Verlag, Freiburg i. Br. Das Interesse an historischen Themen war schon immer vorhanden. Publizistisch äußerte sich das in Sonderveröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, heute in dem Schreiben von Büchern.
zur Rezension von Jakob Horstmann
In dieser Reihe ebenfalls erschienen:
Teil 3: Im Zeichen des Halbmondes
Teil 4: In den Fängen derGroßmächte
Erika Mitterer: Jocurile Noastre Toate
ISBN 978-973-88536-4-5
Erscheinungsdatum: martie 2008 pret: 5 Lei / 3 EUR
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Soft-Cover, 215 pagini,
5 Lei / 3 EUR
În Austria nazistă nici un joc nu mai e inocent, şi nimeni nu mai strigă "Cald!" sau "Rece!" pentru a-ţi uşura căutarea obiectului ascuns, şi în acelaşi timp vizibil. Aflată la vârsta căutărilor, Helga Wegscheider porneşte iniţial pe drumul greşit, rămânând oarbă la adevăratul mers al istoriei. Marea ei tragedie este în acelaşi timp salvarea ei. Din rătăciri se naşte un copil. Ori de câte ori sorţii o trimit înapoi la punctul de plecare, trebuie să găsească puterea de a reîncepe de la zero. "Totul, absolut totul am anticipat în jocurile noastre".
Roland Lohkamp, Jürgen Henkel (Hg.): Zwischen Nazis und Persönlichkeiten des Widerstands - Între nazisti si personalitati ale rezistentei
ISBN 978-3-941271-34-0
Erscheinungsdatum: 2. Auflage April 2010 Preis: 20 Lei / 5 EUR
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Die deutsche Diplomatie in Rumänien 1933 bis 1945 - Diplomatia germana in România 1933–1945
broschiert, 147 Seiten, Schiller Verlag Hermannstadt 2008, 2. Auflage 2010
20 Lei / 5 EUR
Der vorliegende Band der Reihe ACADEMIA dokumentiert die Beiträge einer gemeinsamen Tagung der Deutschen Botschaft in Bukarest und der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) am 20. Juli 2006 in Hermannstadt/Sibiu zum Thema »Zwischen Nazis und Persönlichkeiten des Widerstands – Die deutsche Diplomatie in Rumänien 1933 bis 1945«. Am Beispiel Rumäniens wird die Ambivalenz zwischen Anpassung und Widerstand in der deutschen Diplomatie jener Zeit analysiert. Die Beiträge untersuchen die deutsch-rumänischen Beziehungen in einer wichtigen Zeitspanne des 20. Jahrhunderts aus der Sicht der deutschen Diplomatie in Rumänien sowie das Handeln einflussreicher Diplomaten an der damaligen Deutschen Gesandtschaft in Bukarest.





















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Teil 1: Der vergessene Weg
Teil 2: Eine Welt im Aufbruch
Teil 3: Im Zeichen des Halbmondes
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